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03.05.2018

GRÜNE: Für ein Europa der Erneuerbaren Energien – ohne Atom

Der Karlspreis geht als Auszeichung an Personen oder Institutionen, die sich besonders um Europa verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird er an den französischen Staatspräsidenten Macron verliehen.

Melanie Seufert, Fraktionssprecherin der Aachener GRÜNEN, begrüßt die Auszeichnung. Sie mahnt aber, das Thema europäische Energiepolitik unbedingt fernab von Atomenergie zu gestalten.

Offener Brief an Emmanuel Macron fordert Umdenken in der europäischen Energiepolitik

Die europäische Energiepolitik, der gemeinsame Ausstieg aus der Atomenergie und insbesondere die maroden Atommeiler im belgischen Tihange und Doel bleiben auch bei der Karlspreisverleihung am 10. Mai an den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ein Thema für die GRÜNEN in Stadt und StädteRegion Aachen, im Land NRW und im Bund. In einem Offenen Brief fordern sie ein Europa der Erneuerbaren Energien – natürlich ohne Atomkraft!

„Erneut hat es in der letzten Woche einen Zwischenfall im Reaktorblock Doel 1 gegeben, bei dem aus einem Leck Notkühlwasser ausgetreten ist“, so Melanie Seufert, Fraktionssprecherin der Aachener GRÜNEN. „Die Zwischenfälle sowohl in Doel als auch im grenznahen Tihange sind zahlreich und sorgen für große Verunsicherung bei der Bevölkerung der Grenzregion Maas Rhein und darüber hinaus.“

Frankreich will den Wandel – doch der Weg ist fragwürdig
In seiner berühmten Rede an der Pariser Sorbonne sprach Macron über den notwendigen Wandel im Europäischen Energiemarkt und merkte dazu an: „Für diesen Wandel braucht es auch einen europäischen Energiemarkt, der wirklich gut funktioniert, sowie den Willen und die Förderung von Vernetzungen.“ In der Rede wurde leider aber auch deutlich, dass ein zentraler Pfeiler dieses europäischen Energiemarktes neben den Erneuerbaren Energien die französische Atomenergie sein soll.

Risiken der Atomenergie sind untragbar
„Wir GRÜNE unterstützen eine europäische Energiepolitik, die vor allem auf erneuerbare Energien setzt und die nationalen Netze miteinander verbindet. Eine Energiepolitik, die sich auf die Nutzung der Atomenergie stützt, lehnen wir entschieden ab“, so Seufert. „Der Umbau hin zur Nutzung erneuerbarer Energien muss sich in Zeiten des Klimawandels in der europäischen Energiepolitik sehr stark wiederfinden. Atomenergie darf bei dieser Erneuerung keine Rolle mehr spielen, die Risiken für die Bevölkerung sind eindeutig zu hoch.“

Schulterschluss in breitem Bündnis
Mit dem Offenen Brief (PDF) reihen die GRÜNEN sich ein in Forderungen der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (ippnw) und des Aachener Aktionsbündnisses gegen Atomenergie (Anti-AKW-AC). Diese hatten ebenfalls in der Form eines Offenen Briefes Ausstiegsforderungen an Macron formuliert. Im Rahmen des Karlpreisprogramms soll der Brief, der auch in französischer Übersetzung vorliegt, an Staatspräsident Macron übergeben werden.

» „Für ein Europa der Erneuerbaren Energien“ - Offener Brief an Macron Deutsche Version (PDF)
» „Pour une Europe des Energies Renouvelables“ - Offener Brief an Macron Französische Version (PDF)

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