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25.10.2013

Leben im Gutshof: Individuell und doch gemeinsam

Tina Hörmann schildert vor Ort, wie die Entwicklung des alten Gutes Branderhof nach Einschätzung der GRÜNEN aussehen könnte.

Bis zum letzten Sommer war Gut Branderhof der Sitz des Aachener Reitvereins - über fünzig Jahre lang.

Selbst im Aachener Oktoberregen zeigen die verwitterten Backsteingemäuer des „Gut Branderhof“ einen ganz eigenen Charme. Den zu erhalten und die alten Gebäude mit neuem Leben zu füllen ist eine Aufgabe, der sich nach Vorstellung der GRÜNEN Fraktion am besten eine so genannte „Baugruppe“ widmen könnte.

Der Antrag der GRÜNEN, der in den nächsten Rat eingebracht werden soll, sieht vor, dass das städtische Grundstück am Branderhofer Weg zur Vergabe an eine Baugruppe geht. Baugruppen sind Zusammenschlüsse von privaten Baufamilien, also Interessensgruppen, die – in diesem Fall – in einem gemeinschaftlichen Umbau mehrere private Wohnungen/Hausteile im alten Gutshof gestalten und anschließend selbst bewohnen.

„Die Anlage eignet sich bestens für eine gemeinschaftliche Wohnform“, so Tina Hörmann, Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss. „Ob Familien mit Kindern, Generationen übergreifendes oder integratives Wohnen – vieles ist hier denkbar.“

Zukunftsfähiges Verfahren

Doch zunächst soll laut Antrag das Prozedere geklärt werden: Die Stadtverwaltung soll den Gutachterausschuss beauftragen, einen Festpreis zu bestimmen und außerdem detaillierte Kriterien erarbeiten, nach denen das Grundstück vergeben wird. Anhand dieses Kriterienkatalogs können sich Baugruppen mit einem Konzept bewerben. Die Vergabe erfolgt also nicht über das höchste Gebot, wie sonst üblich, sondern nach Qualität der vorliegenden Konzepte. Hier eröffnet sich ein breites Spektrum an Ideen – neben gemeinschaftlich genutzten Flächen und Räumlichkeiten spielen sicherlich auch energetische Aspekte eine Rolle, auch das nachbarschaftliche Umfeld könnte in die Überlegungen mit einbezogen werden.

„Für Aachen ist eine Vergabe an Baugruppen zum Festpreis ein neues Verfahren, das in seinem Ablauf erst erarbeitet werden muss. Es ist aber ein modernes, zukunftsfähiges Verfahren, das sich in anderen Städten bereits wachsender Beliebtheit erfreut“, sagt Tina Hörmann und verweist auf die Stadt Köln, in der es bereits sehr erfolgreiche Beispiele für Baugruppen-Projekte gibt.

Hier geht es zu einem Artikel der Kölner Rundschau zu einem erfolgreichen Baugruppenprojekt.

Zum Ratsantrag geht es HIER.

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