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Wirtschaft

Nur eine grüne Marktwirtschaft, die ökologischen und sozialen Zielen verpflichtet ist, ist zukunftsfähig. Wir brauchen wirtschaftliche Dynamik, um die hohe Erwerbslosigkeit zu überwinden, unser Sozialsystem zu sichern und Staatsschulden abzubauen. „Wachstum um jeden Preis“ aber lehnen wir ab. Wir verbinden Ökonomie und Ökologie. So schaffen wir Jobs mit Zukunft, erschließen neue Wachstumsmärkte und bewahren unsere Lebensgrundlagen.

Unser Ziel heißt ressourcenschonendes Wirtschaften: mit modernen Technologien und minimalem Einsatz von Rohstoffen und Energie Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Regionale Wirtschaftskreisläufe wollen wir stärken und optimale Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Existenzgründungen schaffen. Wir setzen uns für faire Wettbewerbsbedingungen ein.

Grüne Marktwirtschaft tritt ein für gerechte Zugangschancen für alle zum Welthandel. Die Industrieländer müssen ihre Märkte für Produkte aus dem Süden öffnen und Exportsubventionen abbauen. Wir setzen uns für weltweite soziale und ökologische Mindeststandards ein.


 



"Innovationsscout" - Technische Innovationen in Stadtverwaltung nutzen

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Hermann Josef Pilgram mit Aixplorer im RathausWissen Sie, was ein "Aixplorer" ist? Wenn Sie den Aixplorer einmal kennen lernen wollen, müssen Sie das Aachener Rathaus besuchen. Dort erhalten Sie dann ein Gerät mit einem kleinen Display und Kopfhörer, welches sie mit Ton und Bild durch das Aachener Rathaus führt. Mit der Ausweitung der Route Charlemagne auf andere Stationen soll der Aixplorer auch dort Informationen vermitteln.

Hermann Josef Pilgram, Ratsherr der Grünen, ist begeistert vom Aixplorer. Einmal deshalb, weil der Aixplorer wirklich viel über das Rathaus weiß und dieses Wissen unterhaltsam und gleichzeitig fundiert vermittelt – sogar in verschiedenen Sprachen. Dann aber auch, weil mit dem Aixplorer eine an der RWTH (Media Computing Group) entwickelte Technologie fast den direkten Weg ins Rathaus gefunden hat und dort praktisch angewandt wird. Pilgram: „Das ist für mich ein Beispiel, dass es in Aachen sehr viel an Forschung und Entwicklung und technologischem Know-how gibt, welches auch die Stadt für sich nutzen kann.“

Der Technologietransfer von den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Stadt ist auch Thema im „Wirtschaftsteil“ des Grünen Kommunalwahlprogramms (Seite 160). Hier wird ein sogenannter „Innovationsscout“ vorgeschlagen. Dieser soll einerseits innerhalb der Stadtverwaltung über technologische Innovationen informieren und ein offenes Klima dafür schaffen, andererseits als „Kontaktadresse“ für Forschern und Entwicklern dienen, die Interesse haben, dass die Stadt ihre Entwicklungen einsetzt. Pilgram: „Es geht nicht um Details, sondern zunächst um einen Denkanstoß. Die Stadt gehört zwar zu den Initiatoren des „Innovationspreises“, sie spielt aber keine Vorreiterrolle, wenn es darum geht, technische Innovationen selbst zu nutzen. Das soll sich ändern.“

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Brauchen wir verkaufsoffene Sonntage?

Für die einen sind sie ein Graus, für die anderen eine Bereicherung der Lebensqualität; die Rede ist von verkaufsoffenen Sonntagen.

Vier verkaufsoffene Sonntage mit einer Öffnungsdauer von 5 Stunden sind jedes Jahr gesetzlich zulässig. Der verkaufsoffene Sonntag am 2. November in Aachen belegt, dass die Akzeptanz groß ist. Viele Menschen waren unterwegs. Aber brauchen und wollen wir diesen sonntäglichen Ansturm auf die Stadt wirklich? Die Meinungen dazu gehen innerhalb der GRÜNEN Ratsfraktion sehr auseinander.

„Zunehmende Kommerzialisierung der Vorweihnachtszeit“

Ratsherr Hermann-Josef Pilgram erklärt: “Im Grundsatz bin ich eigentlich für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Aber in Aachen geht es darum, zu bestimmten Anlässen, wie zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit, den Konsum zu stimulieren. Der Kunde hat davon keinen dauerhaften Vorteil. In der Vorweihnachtszeit herrscht in den Geschäftszonen Dauerstress. Der Mensch hat aber – gerade auch in dieser Zeit – auch andere Bedürfnisse, als nur als Konsument durch die Stadt zu laufen.“

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