GRÜNE und Christdemokraten werden bei der Bürgerbeteiligung in Zukunft neue Wege gehen. Der jetzige Bürger- und Beschwerdeausschuss wird in ein Bürgerforum umgewandelt.
„Schon die Bezeichnung Bürger- und Beschwerdeausschuss war irreleitend. Die Umbenennung in Bürgerforum soll den AachenerInnen signalisieren, dass hier auch ihre Ideen und Meinungen und nicht nur ihre Beschwerden gefragt sind. Das Bürgerforum soll ausdrücklich ein Gesprächsangebot an die AachenerInnen – im Sinne eines aktiven BürgerInnen-PolitikerInnen-Dialog – sein“, beschreibt Ratsherr Roland Jahn, Mitglied im bisherigen Bürger- und Beschwerdeausschuss, das Anliegen von GRÜNEN und CDU.
GRÜNE und CDU möchten die Kommunikation zwischen Aachener BürgerInnen, PolitikerInnen und der Verwaltung stärken und ihr eine neue Qualität geben. Im Bürgerforum soll ein angeregter Austausch von Ideen, Anliegen, aber auch Kritik stattfinden können. Unterschiedliche Interessenlagen und Begründungszusammenhänge werden sichtbar gemacht. Politik soll noch transparenter gestaltet und die Aachener BürgerInnen noch stärker in die politische Willensbildung und die Prozesse ihrer Kommune eingebunden werden.
Diskussionen erwünscht
Die regelmäßigen Sitzungen des Bürgerforums – so die derzeitigen Überlegungen – werden in vier Blöcke aufgeteilt. Zu Beginn der Sitzung findet eine zeitlich begrenzte Bürgeranhörung statt. Hier können die BürgerInnen spontan zu aktuellen Themen Stellung beziehen oder Anliegen formulieren. Diskussionen mit den Ratsleuten und Verwaltung sind explizit erwünscht.
Im zweiten Teil der Sitzung werden zuvor eingereichte Bürgeranträge entsprechend dem bisherigen Verfahren behandelt.