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13.12.2017

Die GroKo im Schulausschuss

Unsere schulpolitische Sprecherin Ulla Griepentrog schreibt zur Sitzung des Schulausschusses am 7. Dezember:

Am Bildungstag der Städteregion vor zwei Wochen sagte der Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani:

Wer die Bildungschancen verbessern will, muss langfristig denken.

Ganz das Gegenteil macht die GroKo bei den Haushaltberatungen im Aachener Schulausschuss.

Drei Beispiele:

1.        Machbarkeitsstudie G9

Es ist völlig absehbar, dass spätestens 2026 bei Einführung G9 ein zusätzlicher Jahrgang an die Gymnasien kommt. Wir haben beantragt eine Studie (Machbarkeitsstudie G)) zu vergeben, welche Raumkapazitäten denn überhaupt bis dahin zur Verfügung stehen und was man dazu planen muss. Planungsprozesse dauern mehrere Jahre.

Die GroKo lehnt das ab, mit dem Hinweis, es ist noch Zeit. Es besteht kein Handlungsbedarf.

2.        Grundschulfond

Die Stadt verfügt über einen Grundschulfond. Der Schulausschuss hat hierzu genaue Kriterien festgelegt, welche Schulen in benachteiligten Sozialräumen bei ihren schwierigen Arbeit unterstützt werden sollen. Denn Bildung ist immer noch in sozialer Schieflage. Während Grundschulen durch Fördervereine in fünfstelligen Beträgen unterstützt werden, gibt es andere Grundschulen, denen solche Finanzen fehlen. Die Aufstockung des Grundschulfonds von 95.000 € für 15 Schulen auf 150.000 € hat die Groko abgelehnt. Die Schulen hätten keinen Bedarf angemeldet.

3.        Digitale Bildung

Der Schulauisschuss unterstützt seit der Umstrukturierung das neue Medienzentrum. "Gute Schule 2020"-Gelder sollen den Schulen zugeteilt werden, wenn sie ein Medienkonzept vorlegen können.

Für viele Schulen ist diese neue Herausforderung neben dem normalen Unterricht kaum leistbar. Auch die dringend notwendige Fortbildung der Lehrer passt in keinen Schulalltag. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Die Schulen sind in großer Not. Eine Aufstockung des Fortbildungsbudgets des Medienzentrums wäre ein Signal in die richtige Richtung gewesen. Die GroKo lehnt auch dieses ab, weil die Fortbildung von Lehrern Landesangelegenheit ist.

Fazit: Die  GroKo verwaltet auf kleinstem Nenner den Status Quo der Schullandschaft, entwickelt keine verantwortliche Perspektive und ist mit ihren getroffenen Entscheidungen völlig unbeweglich.

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