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08.09.2016

Walheimer Vennbahnstraße in Fahrradstraße umwidmen

Der Vennbahnradweg - hier bei Kornelimünster - ist eine beliebte Route für Freizeit- und Alltagsradler. (C) Darius Dunker

Der Vennbahnradweg von Aachen nach Luxemburg erfreut sich als Premiumradweg weiter zunehmender Beliebtheit. Damit der Komfort und die Sicherheit auf dieser Strecke weiter erhöht wird, soll nach Willen der Aachener GRÜNEN ein Teilbereich der Vennbahnstraße in Walheim in eine Fahrradstraße umgewidmet werden.

Ein entsprechender Ratsantrag wurde für den kommenden Rat in der nächsten Woche eingebracht. Die Situation in Walheim stellt sich dar wie folgt: Am Bahnhof Walheim wird der Vennbahnradweg – aus der Eifel kommend – auf Höhe des Bahnhofsgeländes auf die Straße „Vennbahnweg“ geführt. Anschließend müssen die Radfahrenden in einer komplizierten Wegeführung die Schleidener Straße über den Bahnübergang und über eine Querungshilfe passieren.

Unübersichtliche Verkehrssituation

Dies führt besonders an der Ecke Schleidener Straße / Vennbahnstraße oft zu unklaren Verkehrssituationen für die Radfahrerinnen und Radfahrer untereinander. Hinzu kommt der rege Kfz-Verkehr: es entstehen immer wieder gefährliche Situationen. Deshalb wäre es mehr als angezeigt, die Vennbahnstraße in eine Fahrradstraße umzuwidmen. „Das geschieht problemlos, ohne großen Aufwand und Kosten“, so Wilfried Fischer, mobilitätspolitischer Sprecher der Aachener GRÜNEN. „Es sollte bei der Gelegenheit auch darüber nachgedacht werden, ob auf die Durchfahrmöglichkeit für Kfz durch die Vennbahnstraße zur Schleidener Straße verzichtet werden kann.“

Anlieger frei

Für Anwohnerinnen und Anwohner der Vennbahnstraße würde das bedeuten, dass die Verkehrslage sich insgesamt weiter beruhigt. Auch Sorgen über Erreichbarkeit des eigenen Hauses müssen nicht entstehen: „Eine Fahrradstraße ist zwar in erster Linie dem Radverkehr vorbehalten. Durch zusätzliche Ausschilderung kann aber dem Kfz-Verkehr Zufahrt erlaubt werden. Das ist in diesem Fall natürlich im Interesse der Anlieger“, erklärt Wilfried Fischer. Dennoch würde den Radfahrern als den schwächeren unter den Verkehrsteilnehmer Vorrang und damit mehr Aufmerksamkeit gewidmet, die Verkehrssicherheit stände im Vordergrund.

Für Freizeit- und Alltagsradler

Einen weiteren Aspekt ergänzt Fischer: „Der Vennbahnradweg wird nicht nur von zahlreichen Freizeitpendlern genutzt. Auch viele „Alltagsradler“, z.B. berufstätige Menschen, nutzen ihn für ihre täglichen Wege. Deshalb fordern wir, insbesondere auch durch solche vergleichsweise kleinen, aber effektiven Maßnahmen, die Sicherheit und den Komfort für Radfahrende weiter zu erhöhen.“

Der stetige Ausbau von Radinfrastruktur und die Förderung des Radverkehrs in Aachen sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Mobilität und zu besserer Luftqualität.

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