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23.10.2012

Änderung der städtischen Straßenverordnung zum Gewässerschutz

Ratsantrag

 

Die Fraktionen von CDU und GRÜNEN beantragen im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln, sowie Fischen analog dem Taubenfütterungsverbot in die städtische Straßenverordnung mit aufzunehmen und den § 4 Abs. 4 wie folgt zu ändern:

Das Füttern von Tauben, Wasservögeln und Fischen ist verboten.

Begründung

Immer wieder ist zu beobachten, dass Brot und andere Lebensmittel ins Wasser oder ans Ufer geworfen werden, um Enten anzulocken und zu füttern. Für einige Mitmenschen ist dies eine nette Nachmittagsbeschäftigung, über die negativen Folgen sind sich die wenigsten im Klaren. Durch das Füttern von Wasservögeln greifen sie in den natürlichen Lebensraum der Tiere und der Gewässer ein.

Die Nahrungssuche in einem weiteren Umfeld ist Hauptbestandteil des Tagesablaufs der Vögel. Die „richtige“ Nahrung und die Bewegung halten die Tiere gesund, das Füttern jedoch macht sie krank und träge.

Auch die Gewässer, in denen sie schwimmen, nehmen durch das Füttern Schaden. Durch die Ausscheidungen der Tiere sammeln sich Nährstoffe an, die das Algenwachstum fördern und auch der Abbau von verfaulenden Nahrungsmitteln verbraucht zusätzlichen Sauerstoff. So kann es passieren, dass die Selbstreinigungskräfte des Gewässers nicht mehr funktionieren. Das Gewässer wird zu einer Kloake und kann ‚umkippen’. Dies wiederum führt dazu, dass Fische und andere Wasserlebewesen ersticken.

Zwar macht die Stadt Aachen mit dem Slogan „Entenbrot macht Enten tot“ durch Hinweisschilder und Flyer auf die Gefahren aufmerksam, bisher gibt es allerdings keine Möglichkeit der Sanktionierung. Erst durch die Aufnahme in die Straßenverordnung hat das Ordnungsamt die Möglichkeit Verwarnungs- und Bußgelder zu verhängen.

Ulla Griepentrog, Fraktionssprecherin GRÜNE
Harald Baal, Fraktionsvorsitzender CDU

 
Ratsantrag als PDF

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