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07.11.2013

Bildung einer Strukturkommission „Städtische Museen und Ausstellungshäuser“

Die Fraktion der GRÜNEN im Rat der Stadt Aachen bittet die Verwaltung, eine Strukturkommission „Städtische Museen und Ausstellungshäuser“ zu bilden.

Aufgabe der Strukturkommission soll es sein, ein oder mehrere, mit den einzelnen Häusern abgestimmte Szenarien für die zukünftige Entwicklung dieser Institutionen zu erarbeiten. Dabei sollen vor allem die Aspekte finanzielle und personelle Ausstattung, räumliche Situation, Standort, Profil der einzelnen Häuser, Konzept und Aufgaben sowie Außenwirkung und Attraktivität behandelt werden.

Begründung

2014 wird das Centre Charlemagne am Katschhof eröffnet. Damit erhält Aachen einen weiteren Ort für Dauerausstellungen und Wechselausstellungen. Das Centre Charlemagne kann die vorhandenen Ausstellungshäuser und Museen ergänzen, es kann aber auch eine Konkurrenz darstellen. Das ist nicht das einzige Problem.

Für das Centre Charlemagne und die Route Charlemagne werden zusätzliche finanzielle Aufwendungen notwendig sein, gleichzeitig zwingt die Haushaltslage zum Sparen, zumindest eine Ausweitung von Budgets erscheint schwierig. Es ist ein Konzept notwendig, mit welchen Zielen und nach welchen Kriterien die knappen Haushaltsmittel verteilt werden.

Schon heute lässt sich beobachten, dass das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum Probleme mit der Attraktivität und Akzeptanz haben. Neue attraktive Ausstellungsprogramme in den Ausstellungshäusern der Innenstadt könnten dazu führen, dass das Interesse an den nicht zentral gelegenen Häusern Ludwig Forum und Suermondt-Ludwig-Museum noch weiter nachlässt. Auch hier ist ein Konzept notwendig.

Bei der beginnenden Diskussion über den Bereich Bushof geht es um einen der letzten absehbar noch verfügbaren Bereiche innerhalb des bzw. am Grabenring. Kultureinrichtungen wie die Stadtbibliothek, die VHS und auch das Alte Kurhaus haben hier bereits ihren Standort. Immer wieder hat es Diskussionen gegeben, auch die Attraktivität der Museen durch einen zentraleren Standort zu verbessern. Auch wenn dieses ein langfristiger Prozess ist, müsste eine Grundsatzdiskussion schon heute geführt werden, um Potenziale zu prüfen und Chancen offen zu halten.

Die Strukturkommission sollte Konzepte zur Lösung der aktuellen Probleme erarbeiten und Perspektiven entwickeln. Die Erfahrungen mit der Theaterstrukturkommission haben gezeigt, dass eine erfolgreiche Arbeit möglich ist, von der letztendlich sowohl die Kultureinrichtungen als auch die Stadt profitieren können.

Ulla Griepentrog
Fraktionssprecherin

Ratsantrag als PDF

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