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15.07.2016

Fahrradstraße von Südstraße bis Fischmarkt einrichten

GRÜNER Ratsantrag 20/2016 vom 7. Juli 2016

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, nach Abschluss der durch die Stawag erfolgten Bauarbeiten (voraussichtlicher Start September 2016) die Südstraße in eine Fahrradstraße umzuwidmen. Im selben Zuge sollen Krakau-, Mörgens-, und Annastraße bis zum Fischmarkt ebenfalls als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. So soll eine durchgehende Radvorrangroute von der Ecke Mozartstraße / Reumontstraße in den Innenstadtkern realisiert werden.

Begründung

Um die Lärm- und Luftverschmutzung in der Aachener Innenstadt weiter zu minimieren, ist es notwendig, mehr Menschen zum Umstieg vom Individualverkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie den ÖPNV oder eben das Fahrrad zu bewegen.

In der Südstraße erneuert die STAWAG ab September 2016 den Kanal und die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser. Die geplante Bauzeit beträgt 15 Monate. Die darauf folgenden Wiederherstellungsarbeiten des Straßenraums bieten sich an, um einen weiteren Schritt in der Umsetzung des Luftreinhalteplans, insbesondere der Radverkehrsmaßnahme MR3 „Ausbau Radwegenetz“, zu gehen.

Der Antrag ergänzt die bestehenden Vorschläge der Verwaltung in der Projektskizze „Rad-Vorrangroute Aachen 1“ vom 13.4.2016 zum Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“. Diese Projektskizze hat zum Ziel, Pkw-Fahrten zwischen 3 und 10 km auf den Radverkehr zu verlagern. Als sinnvolle Maßnahme in der Umsetzung gilt auch hier die sicherere und komfortablere Führung des Radverkehrs – v.a. durch die Einrichtung von Fahrradstraßen.

Durch die Nähe zu den Einrichtungen der Fachhochschule Aachen an der Goethestraße, Hohenstaufenallee und Eupener Straße, den studentischen Wohnanlagen Schillerstraße und Mattschö-Moll-Weg sowie zu den angrenzenden Wohnvierteln bietet sich die Südstraße als Startpunkt einer Fahrradroute in die Innenstadt an. Hier ist mit einer intensiven Nutzung zu rechnen.

Als begrüßenswerter Nebeneffekt würden sich bei Einrichtung einer Fahrradstraße die Schleichverkehre minimieren, die heute im genannten Straßenabschnitt stattfinden.

Ulla Griepentrog                     Wilfried Fischer
Fraktionssprecherin                 mobilitätspolitischer Sprecher

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