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05.10.2016

Gefahrenstellen im Radwegenetz identifizieren und beseitigen

GRÜNER Ratsantrag 27/2016 vom 26. September 2016

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

1.) Die Verwaltung wird beauftragt, Gefahrenstellen im Aachener Radwegenetz aktiv zu identifizieren und in einem regelmäßigen Sachstandsbericht dem Mobilitätsausschuss zur Kenntnis zu bringen. In einer Prioritätenliste sind dabei mit konkreter Zeitangabe der Umsetzung geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahrenstellen vorzuschlagen.

2.) Aufgrund aktueller Unfälle wird die Verwaltung beauftragt, zeitnah die Radwegeführung im gesamten Bereich zwischen Vaalser Straße und Schanz sicherer zu gestalten. Insbesondere sind geeignete Maßnahmen vorzuschlagen, die die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer beim Queren der Fahrbahnen und Einmündungen erhöhen, ohne den Komfort, den die bisherige Führung der Radwege dort bietet, einzuschränken.

Begründung

Ad 1.) Die Sicherheit des Radverkehrs erfordert eine höhere Aufmerksamkeit seitens der Verwaltung. Schlechte Beschilderungen, fehlende Markierungen oder andere Sicherheitsmängel müssen bei regelmäßigen Befahrungen aufgenommen und die Beseitigung von Mängeln kurzfristig beauftragt werden. Ein in Zusammenarbeit mit „Fahr Rad in Aachen“ entwickeltes Meldesystem wäre eine gute Möglichkeit, Hinweise und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern und Radfahrorganisationen aufzugreifen und die Verwaltung bei der Identifizierung von Gefahrenstellen zu unterstützen.

Ad 2.) Im konkreten Fall ist die Querung der Straße „An der Schanz“ für Radfahrende besonders gefährlich. Durch eine Werbetafel und parkende Kraftfahrzeuge ist die Situation für Kraftfahrzeuge, die aus Richtung Vaalser Straße kommen, schlecht einsehbar. Durch die einfache „Vorfahrt achten“-Regelung wird der Verkehr an dieser Stelle nicht ausreichend abgebremst. Auch der Zweirichtungsradweg zwischen Vaalser Straße und Schanz ist an der Einmündung der Straße „Im Johannistal“ nur unzureichend ausgeschildert. Die Fahrbahnmarkierungen des Radweges sind insbesondere im Bereich der Querung kaum noch erkennbar.

Es ist weiterhin die Aufgabe der Unfallkommission aus Vertretern von Polizei und Straßenverkehrsbehörde, in regelmäßigen Sitzungen Unfallhäufungspunkte zu identifizieren und möglichst kurzfristig unfallbegünstigende Faktoren zu beseitigen.

Ulla Griepentrog            Wilfried Fischer
Fraktionssprecherin       mobilitätspolitischer Sprecher

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