Suche
22.02.2016

„Grenzmuseum“ als Digitales Museum

Ratsantrag 4/2016

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Entwicklung des Konzeptes „Grenzmuseum“ auch ein „Digitales Grenz-Museum“ als eine Möglichkeit der Umsetzung zu berücksichtigen. Das „Digitale Grenzmuseum“ soll ein Projekt innerhalb der Wissenschaftsstadt Aachen bzw. „Future Lab Aachen“ werden.

Begründung

Der aktuelle Standort des „Zollmuseums“ ist für den Weiterbetrieb und erst recht für eine Weiterentwicklung  zu einem „Grenzmuseum“ in vielerlei Hinsicht problematisch (Erreichbarkeit, baulicher Zustand des Gebäudes, sonstige Infrastruktur, Einbindung in weitere Angebote etc.). Die Alternative, an einem anderen Ort ein „Grenzmuseum“ neu zu errichten, ist ebenfalls schwierig. Neben der Frage der Konzeption sind vor allem Fragen des Standortes sowie der Finanzierung der baulichen Investitionen sowie des Betriebes zu klären.

Ein „Digitales Grenzmuseum“ stellt da eine schnell umzusetzende Alternative dar, die sogar für sich existieren kann, da ein realer Standort keine zwingende Voraussetzung ist. Es kann ab sofort entwickelt und angepasst an die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen umgesetzt und jederzeit auch erweitert werden.

Das „digitale Grenzmuseum“ kann zum einen auf der Website des Zollmuseums (www.zollmuseum-friedrichs.de) aufbauen und diese mit der Zielsetzung „Grenzmuseum“ weiterentwickeln. Zum anderen kann sie die wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Bewertung der Bestände durch Dr. Müller nutzen. Dabei sollte das digitale Museum kein reales Museum „nachbauen“, sondern mit einem eigenständigen und vermittlungsorientierten multimedialen Konzept aufgebaut und kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt werden.

Das digitale Museum sollte darüber hinaus auch Möglichkeiten eröffnen, die vorhandenen Gegenstände real zu erleben, etwa in geeigneten Museumsräumen, in den Stationen der Route Charlemagne, im Stadtarchiv oder in Schulen. Das Digitale Museum sollte entsprechend in das Angebot der Kunst- und Kulturvermittlung des Kulturbetriebes aufgenommen werden.

Darüber hinaus sollte es mit ähnlichen Themen und Angeboten – vor allem touristischer Art – vernetzt und verlinkt werden, z.B. den Grenzrouten (www.grenzrouten.eu).

Die technische und mediale Umsetzung des digitalen Museums sollte möglichst innovativ sein. Das digitale Museum soll damit auch eine Vorreiterrolle für die Verbindung von neuen digitalen Technologien und Kunst- und Kulturvermittlung spielen.

Beispiele:

Haller ZeitRäume, Virtuelles Geschichtsmuseum der Stadt Halle Westfalen:
http://www.haller-zeitraeume.de/front_content.php?idcat=25&lang=1

LeMO – Lebendiges Museum Online: https://www.dhm.de/lemo

Ulla Griepentrog                            Hermann Josef Pilgram
Fraktionssprecherin                       Ratsherr

» Ratsantrag als PDF

Suche