Suche
11.04.2016

Niedrigschwellige Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerber nach §5 Asylbewerberleistungsgesetz

Ratsantrag Nr. 11/2016

Die GRÜNE Fraktion beantragt, folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für niedrigschwellige Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerberinnen und Asylbewerber bei der Stadt Aachen nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz zu erstellen. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sollen in dieses Konzept einbezogen werden.

Begründung

Der Weg in den Arbeitsmarkt für Flüchtlinge ist sehr langwierig. Erst nach 15 Monaten entfällt die so genannte Vorrangprüfung, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschwert. Viele Asylbewerberinnen und Asylbewerber sind so über Monate zur Untätigkeit gezwungen.

Eine frühzeitige Beschäftigung würde es den Menschen nicht nur erleichtern, eine sinnvolle Tagesstruktur zu erhalten, sie könnten auch ihre im Sprachkurs erworbenen Kenntnisse zeitnah anwenden.

Der §5 des Asylbewerberleistungsgesetzes bietet die Möglichkeit, Arbeitsgelegen-heiten bei staatlichen, kommunalen und bei gemeinnützigen Trägern zu schaffen, „sofern die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde“.

Durch diese Beschäftigungsmöglichkeit – ähnlich den „Ein-Euro-Jobs“ in der Vergangenheit – würden die Asylbewerberinnen und Asylbewerber schon sehr früh die Möglichkeit erhalten, bei kommunalen oder gemeinnützigen Trägern gegen eine Aufwandsentschädigung eine Tätigkeit auszuüben. Dies erleichtert auch eine spätere reguläre Arbeitsaufnahme.

Ulla Griepentrog                                  Hilde Scheidt
Fraktionsvorsitzende                           Bürgermeisterin

» Zum Ratsantrag als PDF

Suche