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24.10.2017

Separaten Radweg am Grünen Weg ausbauen

Grüne beantragen baulich getrennten, qualitativ hochwertigen Radweg am Grünen Weg ab Prager Ring. Dort endet der geförderte Bahntrassenradweg Aachen-Jülich, der vermutlich 2018 auf Aachener Stadtgebiet zuende gebaut wird.

GRÜNER Ratsantrag Nr. 17/2017

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Um die Qualität und Sicherheit der Bahntrassen-Radroute Aachen-Jülich auch im Zuge der Umsetzung des 3. Bauabschnitts zu gewährleisten, soll die Verwaltung prüfen, ob die geplante Fortführung des Radwegs über den Grünen Weg bis zur Kreuzung Passstraße/Lombardenstraße als baulich getrennter und deutlich markierter Radweg ausgebaut werden kann. Die bisherigen Planungen, die lediglich die Ausweisung beidseitiger Schutzstreifen für Radfahrende vorsehen, sollen dahingehend überarbeitet werden. Die entsprechenden Mittel müssen in den Haushalt 2018 eingestellt werden.

Begründung:

Der auf Aachener Stadtgebiet liegende Abschnitt des Bahntrassenradwegs Aachen-Jülich (Prager Ring/Schwarzer Weg bis Friedensstraße in Aachen-Haaren) fügt sich ein in ein Radvorrangnetz auf einer wichtigen Regionalverbindung. Damit die Investitionen für den städteverbindenden Radweg auf dem sich anschließenden Abschnitt „Grüner Weg“ Richtung Innenstadt nicht ins Leere laufen, sollen die bestehenden Planungen (beidseitige Markierung von Radschutzstreifen) zugunsten einer sicheren und komfortablen Führung für Radfahrende überarbeitet werden. Das kann zum Beispiel ein separat geführter Radweg mit deutlicher Markierung sein – etwa durch den durchgehenden Einsatz von rotem Asphalt und durch die Aufpolsterung an Querungen. Mit dieser baulichen Maßnahme könnte der Einstieg in einen grundsätzlich qualitätsreicheren Standard im Ausbau von Radwegen in Aachen gelingen.

Der 3. Bauabschnitt, ursprünglich vorgesehen für 2016, wird nach Aussagen der Verwaltung voraussichtlich in 2018 realisiert. Daher müssen ausreichende Mittel für den Ausbau des Radweges am Grünen Weg bereits in den Haushalt 2018 eingestellt werden.

Der Radweg nach Jülich bietet bisher außerhalb der Stadt Aachen zumindest als „Proof of Concept“ eine überzeugende Möglichkeit, über eine bemerkenswerte Distanz im Wesentlichen autofrei und sicher für Jung und Alt mit dem Fahrrad vorwärts zu kommen. Doch dort, wo der Weg von Norden aus Aachener Stadtgebiet erreicht, wird ein eigentlich zukunftsträchtiges Stück Infrastruktur heruntergebrochen auf schlichte Markierungsarbeiten am Rande einer auch von Schwerlastverkehren und Bussen viel befahrenen Straße. So wie sich die Politik schon in Haaren Zeit genommen hat für Änderungen an der Planung für den Weg, so sollte auch der Abschnitt „Grüner Weg“ neu geplant und einer besseren Lösung zugeführt werden.

Eine bereits angedachte, alternative Führung ab dem Prager Ring entlang der Wurm ist keine gleichwertige Alternative. Sie entspricht nicht dem Anspruch einer schnellen und sicheren Radführung  wie sie ansonsten entlang der Bahntrassen-Radroute Aachen-Jülich umgesetzt wird.

Ulla Griepentrog                               Wilfried Fischer
Fraktionsvorsitzende                        mobilitätspolitischer Sprecher

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