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30.09.2015

„Stadtgärten in Aachen“

Ratsantrag 21/2015

Die Grüne Fraktion beantragt im Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, das Prinzip der „Urbanen Landwirtschaft“ in die Freiraumplanung einzuarbeiten und in Abstimmung mit dem Stadtbetrieb umzusetzen. Dabei soll Bürgerengagement ausdrücklich gefördert und mit eingebunden werden.

Begründung

Der Masterplan Aachen 2030 schlägt die Erstellung eines Freiraum- und Umweltkonzepts für die Gesamtstadt vor. Ein solches Konzept wird derzeit von der Verwaltung erarbeitet. Es ist zu überlegen, auf welche Weise „Urbane Landwirtschaft“ in dieses Konzept integriert und vom Stadtbetrieb in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt aktiv umgesetzt werden kann.
In den letzten Jahren kommt dem „Garten in der Stadt“ eine immer größer werdende Bedeutung zu. Nicht mehr nur Bäume, Sträucher und Blumen haben an Anziehungskraft gewonnen, sondern auch und gerade Nutzpflanzen. Kleingärten und Ackerflächen, die gemeinsam in privater Initiative bearbeitet werden, erleben eine Renaissance.

Vor allem bisher vernachlässigte Grünflächen sind geeignet, um beispielsweise Tomaten, Gemüsesorten, Obstsorten, Kräuter oder auch Schnittblumen anzubauen. Dies trägt auch dazu bei, die hohen Pflegekosten für kommunale Grünflächen zu senken. Wechselstaudenbeete verursachen ein Mehrfaches an Kosten als mehrjährige Staudenbeete.

Beispielhaft geht die Stadt Andernach mit dem Konzept der multifunktionalen „Essbaren Stadt“ neue Wege, lässt öffentlichen Grünräumen neue Funktionen zukommen und motiviert die Bürgerinnen und Bürger, sich für den Lebensraum in der eigenen Stadt einzusetzen..„Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“ heißt es in Andernach. Ob Erdbeeren, Salat oder Zwiebeln: Die dortige Stadtverwaltung lässt überall Gemüse, Obst und Kräuter anbauen – und jeder darf sich bedienen und mitmachen. So werden öffentliche Parks und Grünanlagen zum Garten für die Bürger. Die öffentlichen Nutzpflanzen zeigen, wie man sich gesund ernährt und steigern die Wertschätzung für regionale Lebensmittel.

Ulla Griepentrog           Sabine Göddenhenrich
Fraktionsvorsitzende     umweltpolitische Sprecherin

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