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27.09.2016

Umgestaltung von Theaterstraße und Theaterplatz

GRÜNER Ratsantrag 25/2016 vom 12. September 2016

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat der Stadt Aachen beschließt, die Verwaltung zu beauftragen, ein Konzept für die Umgestaltung von Theaterstraße und Theaterplatz zu entwickeln, das den ehemaligen Alleen- und Platzcharakter wieder aufleben lässt.

Ziel muss es sein, den öffentlichen Raum urban neu zu gestalten, nach heutigen Ansprüchen und Gegebenheiten neu aufzuteilen, mehr Aufenthaltsqualität zu erzielen und somit auch den Standort von Handel und Gastronomie entlang der Theaterstraße und auf dem Theaterplatz zu stärken. Vorrangig sind die folgenden Aspekte zu betrachten:

  • Stärkung des Boulevardcharakters der Theaterstraße
  • Stärkung der Fußgängerachse Bahnhofstraße – Theaterstraße – Innenstadt
  • Attraktivierung und Ausbau der Flächen für Fußgänger und Außengastronomie
  • Wiederherstellung des Alleencharakters durch Nachpflanzungen von Bäumen
  • Anlegen von Radfahrstreifen
  • Neuordnung des Verkehrsraums rund um das Theater (einseitige Verkehrsführung)
  • Stärkung des Platzcharakters und Verbesserung der Aufenthaltsqualität rund um das Theater, auch unter Einbeziehung des Hotelneubaus
  • Verbesserte Anbindung des Platzes an den Elisenbrunnen
  • Neuordnung der Haltestellenbereiche und Umsteigebeziehungen für den ÖPNV
  • Neuordnung der Taxistände rund um das Theater
  • Neuordnung der Parkflächen entlang des Platzes und in der Theaterstraße unter Einbeziehung der Parkhäuser in der Umgebung in ein Bewohnerparkkonzept

Die verschiedenen Möglichkeiten der Umgestaltung von Theaterstraße und Theaterplatz sollen unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Anwohner, Einzelhändler und Eigentümer im Rahmen einer öffentlichen Debatte/eines Workshops diskutiert werden.

Begründung

Die Theaterstraße mit ihren zahlreichen prachtvollen Bauten und der axialen Stellung des Theaterbaus auf dem Theaterplatz war historisch eine der repräsentativen Einfahrtsstraße in die Innenstadt. Die breiten Bürgersteige mit hochwertig verziertem Kleinpflaster zeugen noch von der Bedeutung der Theaterstraße, die bis vor hundert Jahren eher den Charakter eines Boulevards hatte.

Zahlreiche Denkmäler und restaurierte Fassaden prägen die Straße noch heute. Allerdings wird das heutige Erscheinungsbild des öffentlichen Raums rund um das Theater und in der Theaterstraße der Bedeutung der Straße nicht mehr gerecht. Das Potenzial der Straße kommt nicht in angemessener Weise zur Entfaltung.

Hinsichtlich der Aufenthaltsqualität ist die Theaterstraße stark abgefallen. Die Verkehrsfunktion für Pkw und Busse überwiegt. Das Radfahren ist angesichts fehlender Radfahrstreifen gefährlich. Die Straße lädt Fußgänger nicht zum Flanieren ein. In weiten Teilen sind die Gehwege durch parkende Fahrzeuge stark eingeengt. Die Außengastronomie ist in den Randbereich abgedrängt und das alte (Klein-)Pflaster ist vielerorts durch parkende Fahrzeuge stark beschädigt. Einzelne Bäume sind den parkenden Fahrzeugen bereits zum Opfer gefallen.

Eine möglichst breite Beteiligung der Öffentlichkeit an dem Diskussions- und Planungsprozess ist wichtig, um eine hohe Akzeptanz für die Neugestaltung des Straßenraums zu erreichen.

Ulla Griepentrog              Wilfried Fischer
Fraktionssprecherin         mobilitätspolitischer Sprecher

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