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30.05.2018

Fleischatlas 2018

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen laden zu dem Vortrag im Rahmen der Mittwochswerkstatt "Zukunft gestalten" ein.

Termin: 30.5.2018 um 18.00 Uhr

Ort: Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen

Referent: Christian Rehmer (39), Leiter Agrarpolitik beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V., Studium „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ in Eberswalde, geboren in Hessen, wohnt in Brandenburg, isst gerne (wenig) Fleisch aus artgerechter Tierhaltung.

Worum geht es?
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung und der Le Monde Diplomatique im Januar den neuen „Fleischatlas 2018“ veröffentlicht. Die Erstauflage ist bereits vergriffen und eine zweite Auflage befindet sich in Vorbereitung. Der Atlas enthält vielfältige Daten, Fakten und Grafiken zum Thema Fleischproduktion in Deutschland.

Im Gegensatz zu den ersten Fleischatlas-Veröffentlichungen in den Jahren 2013, 2014 und dem „Fleischatlas Regional 2016“, die vor allem die bisherigen Probleme bei Fleischerzeugung und -konsum aufzeigten, widmet sich der Fleischatlas 2018 verstärkt Lösungswegen zum Umbau der Nutztierhaltung. So zeigt der Atlas unter anderem neue Vermarktungswege für bäuerliche Betriebe auf, um die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu steigern. Der Fleischatlas geht auch auf kontrovers diskutierte Themen ein, beispielsweise auf Fleisch aus dem Labor oder Insekten als Nahrungsmittel.

„Die Intensivtierhaltung ist gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert. Kein anderer Sektor trägt so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, zur Zerstörung des Klimas, zur Überdüngung und zu der Gefährdung unserer Gesundheit bei wie die industrielle Fleischproduktion. Tierleid, die Belastung und Verschmutzung von Böden, Luft und Gewässern sind dringliche Probleme der industriellen Tierhaltung, die in den vergangenen Jahren immer größer wurden. Es gibt gute Konzepte für eine umwelt- und tierfreundlichere Nutztierhaltung und die Bundesregierung könnte noch in diesem Jahr hierfür die richtigen Weichen stellen“, sagt Rehmer. Der Leiter Agrarpolitik beim BUND kritisiert, dass auf politischer Ebene abgesehen von Ankündigungen zur Verbesserung der Nutztierhaltung bislang wenig geschehen sei. Die neue Bundesregierung habe es nun in der Hand, den dringend notwendigen Umbau der Nutztierhaltung voran zu treiben. Dafür brauche es beispielsweise eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung tierischer Lebensmittel.

Im Rahmen des Vortrages wird Herr Rehmer viele Rezepte für eine bessere und umweltfreundlichere Tierhaltung präsentieren. Diese können in der anschließenden Diskussionsrunde debattiert und hinterfragt werden.

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