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03.09.2014

Aachener Welthaus braucht Unterstützung

Jochen Luczak und Sabine Göddenhenrich setzen sich gemeinsam mit den Initiativen für eine Sanierung ein. Foto: Andreas Hermanns

Aus baulicher Sicht hat das Welthaus an der Schanz schon bessere Tage gesehen.

An dem denkmalgeschützten Welthaus an der Schanz besteht dringender Sanierungsbedarf. Die Fenster müssen erneuert, ein Aufzug zur Barrierefreiheit eingebaut werden. GRÜNE fordern in einem Ratsantrag erste Maßnahmen.

Das Welthaus an der Aachener Schanz hat am vergangenen Samstag sein 30jähriges Bestehen gefeiert. Mit einem vielfältigen, bunten Programm für Groß und Klein, mit Musik, Tanz, Reden, Ausstellungen, Essen und Trinken, Gesprächen und vielem mehr. Zahlreiche Gäste waren dabei und haben mitgefeiert – unter anderem natürlich auch Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik.

Parteiübergreifender Konsens

Gerade letztere, namentlich die VertreterInnen der Fraktionen von GRÜNEN, SPD, CDU und LINKEN, betonten noch im Frühjahr, wie sehr ihnen allen das Fortbestehen und die Weiterentwicklung des Welthauses am Herzen liegt. „Butter bei die Fische“, meinen die Aachener GRÜNEN nun und fordern in einem Ratsantrag eine Teilsanierung des Gebäudes insbesondere mit Blick auf die Barrierefreiheit und Erneuerung der Fenster.

Zentraler Ort der Begegnung

„Wir reden immer wieder darüber, was für ein wichtiger Ort für Austausch und Entwicklung das Welthaus ist“, erklärt Ratsfrau Sabine Göddenhenrich, GRÜNE Sprecherin im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz. „Nicht nur für das Eine-Welt-Forum, sondern auch für alle anderen Initiativen und Gruppierungen, wie etwa für den BUND, Amnesty International oder das Ökologische Zentrum, die alle hier ihr Zuhause gefunden haben.“ Fast 30 Initiativen sind es derzeit insgesamt, nicht nur aus den Bereichen Umwelt- und Entwicklungspolitik, sondern auch Einrichtungen zur Familienberatung und Nachbarschaftshilfen.

Barrierefrei und besser nutzbar

„Für all diese Menschen ist es wichtig, dass sie in einem Umfeld wirken können, das ihnen und ihren Besuchern ein Mindestmaß an Komfort und Nutzbarkeit bietet“, begründet Göddenhenrich die im Ratsantrag geforderten Maßnahmen zur Erneuerung der Fenster und zum Einbau eines Aufzugs. „Gerade Menschen mit Behinderungen haben durch die Mehrgeschossigkeit des an sich sehr schönen, denkmalgeschützten Gebäudes keine Chance, sich eigenständig fortzubewegen.“ Durch den Einbau eines Aufzugs könne man allen Menschen ungehindert eine Beteiligung an Arbeitsgruppen, Veranstaltungen und Aktivitäten im Welthaus ermöglichen.

Auf längere Sicht Energie einsparen

Auch die Sanierung der Fenster sei dringend erforderlich. Gerade mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit – vom kalten und feuchten Sommer gar nicht zu reden – würde empfindlich deutlich, in welchem maroden Zustand die Fenster im Gebäude seien. Undicht, zugig, schlecht bis gar nicht isoliert. „Neben der verbesserten Aufenthaltsqualität für die Menschen, die im Gebäude arbeiten, ist die Energie-Ersparnis, die man durch einen Austausch der Fenster erzielt, natürlich ein weiterer erfreulicher Aspekt“, so Göddenhenrich. Dass ein dringender Sanierungsbedarf am Welthaus bestünde, darin seien sich bei einer Wahlveranstaltung im Welthaus auch alle OB-Kandidaten einig gewesen, nun müssten auf die Worte auch Taten folgen.

Investition in Infrastruktur

Dabei sind sich Sabine Göddenhenrich und Jochen Luczak der schwierigen Finanzlage der Stadt und der aktuell verkündeten Haushaltssperre durchaus bewusst. Der Vorsitzende des Umweltausschusses Luczak dazu: „Die Stadt wird auch im kommenden Jahr in ihre Infrastruktur investieren. Es ist dabei die Frage, wo die Prioritäten gesetzt werden. Für uns ist das Welthaus jetzt dran. Bezogen auf den baulichen Zustand besteht seit Jahren Handlungsbedarf.“ Und Sabine Göddenhenrich ergänzt: „Wir sind auch in der Opposition in der Verantwortung und werden bei den Haushaltsberatungen entsprechende Vorschläge zur Finanzierung unserer Anträge machen.“

» Zum Ratsantrag „Welthaus barrierefrei sanieren“

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