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05.08.2009

Hilde Scheidt zieht eine Bilanz zu fünf Jahren rot-grüner Sozial-, Kinder-, und Jugendpolitik

Aachen ist eine soziale Stadt, eine Stadt in der sich alle Menschen, egal welcher Herkunft, wohl fühlen. Dies ist Hilde Scheidt wichtig, dafür setzt sie sich ein. Entsprechend hat sie auch vor fünf Jahren das rot-grüne Koalitionsprogramm geprägt. Wenn Sie heute zurückschaut, ist sie sehr stolz, dass sie als Sozial- und Jugendpolitikerin weitaus mehr Projekte als ursprünglich geplant auf den Weg bringen konnte:

 „Gesellschaften verändern sich manchmal sehr schnell. Da muss man wachsam sein, gesellschaftliche Entwicklungen verfolgen und Maßnahmen verstärken oder den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Gerade im sozialen Bereich ist ständig ein Nachjustieren erforderlich.“

Als beängstigend empfindet die grüne Bürgermeisterin die stetig steigende Zahl der Empfänger von sozialen Leistungen: „Diesem Problem müssen wir uns stellen. Mit dem von Grünen und SPD in Auftrag gegebenen Sozialentwicklungsplan wurde uns ein gutes Instrument an die Hand gegeben. Er zeigt auf, wo welche Brandherde sind.“

Dabei ist es Hilde Scheidt ein wichtiges Anliegen, dass die Menschen die soziale Leistungen erhalten, sich nicht als Bittsteller fühlen:

„Wir haben die Zusammenarbeit mit der ARGE sehr verbessert. Bei uns müssen Hartz IV-Empfänger in der Regel nicht umziehen, auch wird bei uns niemand in ein unzumutbares Arbeitsverhältnis vermittelt.“

Integration und Flüchtlingsarbeit


Als eine sehr wichtige Maßnahme von Rot-Grün beschreibt Hilde Scheidt die Angliederung des Ausländeramtes an das Sozialamt:

„Wir haben das Ausländeramt zu einer bürgerfreundlichen Behörde ausgebaut. Die Zeiten wo die Menschen morgens um fünf in Schlangen vor dem Amt standen, sind vorbei. Die Arbeit im Migrationsrat zeigt mir, dass sich die Menschen in unserer Stadt wohl fühlen. Sie sprechen dort von UNSERER Stadt.“

Hilde Scheidt weiter: „Wir haben ein gutes Miteinander in der Stadt. Der Moscheebau an der Stolbergerstraße hat keinerlei Proteste hervorgerufen. Auch die NPD kann hier nicht Fuß fassen. Die Save-me-Kampagne, die es in vielen deutschen Großstädten gibt, hat in Aachen die meisten Patinnen und Paten gefunden. Die Aachenerinnen und Aachener unterstützen aktiv die Integration von Migrantinnen und Migranten.“

Sucht

Rot-Grün hat vor den Sommerferien einen Ratsantrag zur Überprüfung der aktuellen Angebote in der Suchthilfe gestellt. Hilde Scheidt war eine der Mitinitiatorinnen des Antrags:

„Wir wollen die aktuellen Angebote überprüfen. Wir müssen schauen, ob sie überhaupt noch zeitgemäß sind und wie sie angenommen werden. Auch hier gilt, dass wir die Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, die die Konzeption der Drogenpolitik neu ausrichtet. Hierzu haben wir der Verwaltung mit dem Ratsantrag eine Prüfauftrag erteilt.“

Gesundheit


Getreu dem Motto „Vorbeugen ist besser als heilen“ hat Rot-Grün die Präventionsarbeit ausgebaut. Eine verstärkte Zusammenarbeit von Gesundheitsamt, Krankenkassen, Ärzten und Trägern wurde forciert. Viele gute und wichtige Projekte, wie etwa das Mütterfrühstück sind auf diese Weise entstanden.

Kinder, Jugend und Familie


Die Familienpolitik in Aachen trägt deutlich eine rot-grüne Handschrift. Das erste Kindergartenjahr ist kostenlos. Die Plätze für unter Dreijährige und die OGS-Plätze wurden flächendeckend ausgebaut. In einem Interview mit den Aachener Nachrichten kündigte Hilde Scheidt 2005 an, dass Rot-Grün bis Ende der Ratsperiode 1000 weitere Plätze in der Betreuung der unter Dreijährigen schaffen würde. 1483 Plätze sind es geworden.

Aber nicht nur der Ausbau der Plätze ist für Hilde Scheidt wichtig, die Qualität der Betreuung muss auch stimmen: „Ich habe neulich in einer Kita hospitiert. Die Kinder werden hier nicht verwahrt, sie werden gefördert. Wir haben in Aachen deutlich bessere Betreuungsstandards als im Landesprogramm vorgesehen sind.“

Defizite sieht Hilde Scheidt noch im Angebot für die Jugendlichen: „Die Jugendlichen brauchen ein Angebot jenseits des Schulhofes. Dies ist vor allen Dingen am Wochenende ein Problem. Viele Jugendheime vermieten ihre Räumlichkeiten für Feste und die Jugendlichen, die hier eigentlich feiern möchten, die müssen draußen bleiben. Dieses Problem werden wir angehen.“

Senioren


Die Altentagesstätten wurden unter Rot-Grün sukzessive zu modernen Begegnungsstätten ausgebaut. Ehrenamtliche Mitarbeiter wurden ausgebildet. Qualitätsstandards in der Altenpflege werden umgesetzt, so dass Hilde Scheidt keine Angst vorm Älterwerden hat:

„Wir können alle 100 Jahre alt werden. Für uns wird gut gesorgt!“

Wenn man Hilde Scheidt fragt, was sie zurückblickend in ihrer Tätigkeit als Jugend- und Sozialpolitikerin am meisten geärgert hat, wird sie richtig sauer:

„Wir können auf kommunaler Ebene immer nur reparieren, was auf Landes- oder Bundesebene schief läuft. Da könnte vieles besser laufen. Auch ärgert es mich, wenn die Opposition oft betont, dass im Sozialbereich viele Entscheidungen einstimmig getroffen wurden. Es geht ja auch darum, wer die Projekte auf den Weg gebracht hat und wer die Konzepte erarbeitet hat. Darin steckt das Engagement und die Arbeit.“

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