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09.12.2014

Geht in die Verlängerung: Parteisprecher Ludger Eickholt

Ludger Eickholt ist an der Seite von Katrin Feldmann Parteisprecher und in dieser Funktion im Oktober bestätigt worden. Der 58jährige ist trotz – oder gerade wegen? – seiner westfälischen Wurzeln eine konstante Größe beim Aachener Ortsverband der GRÜNEN.

Ludger, seit wann bist du Aachener?

Ich lebe seit fast 35 Jahren hier, bin aber in Münster geboren – das westfälische Wesen ist mir also nicht ganz fremd. Nach dem Studium bin ich in Aachen geblieben und habe nach Jahren und intensivem Interpretieren des Stadtplanes festgestellt, wo Eilendorf liegt: Dort lebe ich mit meiner Familie seit 24 Jahren.

Was gefällt dir an Aachen und der Euregio besonders?

Die historische Altstadt, besonders am Abend, wenn sie beleuchtet ist und wenig Menschen auf den Straßen sind. Die kulturelle Vielfalt und die direkte Nähe zu den Nachbarländern sind faszinierend. Und dann natürlich die Ausstrahlung einer Hochschulstadt – das war es, was mich ursprünglich nach Aachen gelockt hat und bis heute hält. Es geht mir aber ähnlich wie Birdal: Manchmal fehlt mir schon ein Hafen oder mindestens ein ordentlicher Fluss durch die Stadt.

Seit wann bist du bei den GRÜNEN und was interessiert dich am Politikgeschäft?

Mitglied bei den GRÜNEN bin ich schon seit etwas mehr als 20 Jahren. Nach anfänglich losen Kontakten und Besuchen in den öffentlichen Sitzungen der Fraktion habe ich mich zunächst doch erstmal wieder etwas zurückgenommen. Irgendwann habe ich aber entschieden, dass ich meine Kompetenzen einbringen möchte, und wurde zunächst Beisitzer im Parteivorstand, später dann Schatzmeister.

Wo geht die Reise für dich hin mit den GRÜNEN? Was wünscht du dir für die Arbeit im Vorstand?

Eigentlich hatte ich die Idee, mich nach der Zeit als Schatzmeister in anderen Bereichen zu engagieren. Dann habe ich aber doch als Parteisprecher kandidiert – maximal für ein Jahr, das war der Plan. Jetzt ist eine zweite Periode daraus geworden und das liegt an der tollen Zusammenarbeit und den Menschen im Vorstand. Wir haben uns gemeinsam ziemlich viel vorgenommen. Wenn wir es wirklich schaffen, neben den inhaltlichen Themen, der Stärkung der Arbeits- und Stadtteilgruppen und der Entwicklung eines eigenen Profils als Partei auch noch die eher alltäglichen Dinge zu meistern – Aufbau einer richtig guten Büroorganisation, Zusammenarbeit mit dem Kreisverband, Aufwertung der Geschäftsstelle – dann bin ich hochzufrieden.

Was machst du beruflich?

Seit sechs Jahren bin ich verantwortlich für die IT und das Standortmanagement eines Beratungsunternehmens hier in Aachen. Vorher habe ich ähnliche Aufgaben bei zwei großen Wohlfahrtsverbänden wahrgenommen. Nach 18 Jahren Berufstätigkeit im sozialen Umfeld war der Wechsel ein spannender Kontrast und eine motivierende Herausforderung.

Und gibt es neben Beruf und Politik ein Privatleben? Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin verheiratet, habe drei inzwischen erwachsene Kinder, die alle schon ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Zusammen mit meiner Frau reise ich gerne: Kurztrips in alle denkbaren europäischen Städte, aber gerne auch lange Reisen in die Ferne. Da sind wir ökologisch ein ganz schlechtes Vorbild…. Daneben lese ich gerne und besuche Museen. Ich habe mal ein klassisches Musikinstrument spielen gelernt, deshalb besuche ich auch gern Konzerte.

Was würdest du als deine Stärken bezeichnen? Und gibt es auch Schwächen, über die wir Bescheid wissen sollen?

Ich kann ziemlich stur sein, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe. Das ist der Westfale in mir. „Unsaubere“ Arbeit, zu wenig Sorgfältigkeit bei Dokumenten und Vorlagen – das ärgert mich und macht mich dazu auch noch ungeduldig. Im Umkehrschluss schätze ich präzises Arbeiten und genaue, verifizierbare Ergebnisse.

Wie steht es bei dir mit: Kaffee-Tee, Hund-Katze, Meer-Berge?

Auf jeden Fall Kaffee, eine schon uralte Katze und Wasser, so viel es geht.

Ludger, herzlichen Dank für das nette Gespräch!

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