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20.09.2012

Hilfe für Syrien

Ein Bericht von Hilde Scheidt, Grüne Bürgermeisterin

Täglich erreichen uns neue erschreckende Nachrichten, das Leid in Syrien ist unfassbar.

Laut Unicef ist in Syrien jeder 2. Flüchtling ein Kind:

"Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert, und die Kinder trifft es am härtesten. Jeden Tag fliehen tausende Kinder und ihre Familien über die Grenzen in die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Türkei und Irak. In Syrien sind jetzt über 2,5 Millionen Menschen von den Kämpfen betroffen. 1,2 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht – fast die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Die Familien haben oft alles verloren, sind traumatisiert und wissen nicht, wohin."

Auch die in Aachen lebenden Syrer sorgen sich um ihre Familien, Bekannte, Freunde und die Zukunft Syriens. In zahlreichen Veranstaltungen und Demonstrationen in Aachen erleben wir die Betroffenheit. Die Menschen in Syrien brauchen unsere Solidarität, aber auch die Syrer in Aachen sollen wissen, dass wir sie unterstützen.

Meist ist es ein Gefühl der Betroffenheit, Ohnmacht und auch Wut über die nicht enden wollende Gewalt in Syrien. Ich möchte hier zwei Beispiele von in Aachen lebenden Syrern aufgreifen und über ihre Hilfsaktionen berichten:

Der Aachener Arzt und Psychologe Jamal Sobeh reist in seinem Urlaub in die betroffenen Flüchtlingsgebiete und auch illegal nach Syrien, um dort traumatisierten Kindern zu helfen.

Über seine Arbeit in Syrien wurde auch in der WDR Lokalzeit berichtet:

WDR Lokalzeit 17.09.2012 - Syrischer Psychologe aus Krisengebiet zurück

Er hat ein Video in der Stadt Ezaz in Syrien gedreht, einen Tag nach der Bombardierung der Stadt, das uns hautnah die Zerstörung und auch die menschlichen Tragödien zeigt.

Der syrische Arzt Ali Al-Jalloud organisiert einen Hilfstransport in seine Heimat, um Medikamente, Verbandmaterial und andere Hilfsgüter nach Syrien zu bringen. In einem Aufruf in der Aachener Zeitung „Medikamente gegen den Albtraum in Syrien“, vom 18.09.12 schildert er sein Anliegen. Am 30. September soll der erste Hilfstransport starten. Neben Sach-, werden auch Geldspenden entgegen genommen, die wiederum in Medikamente,  Verbands- und Desinfektionsmittel investiert werden. Unterstützt wird das Vorhaben von der KHG, der katholischen Hochschulgemeinde in Aachen, die sich als Anlaufstelle (KHG, Pontstraße74-76) für die Spenden (Sach- und Geldspenden) angeboten hat.

Die Berichte aus Syrien lösen bei allen Menschen eine tiefe Betroffenheit aus und lassen immer wieder die Frage aufkommen „Wie lange noch? Wann hat der Albtraum ein Ende?“

Ich möchte auch eine Antwort auf diese Fragen …

www.hilde-scheidt.de

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