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24.10.2013

Lebendiger Austausch soll offenes Klima fördern

"Ein reger Austausch soll den Brückenschlag zwischen den Menschen ermöglichen", so Hermann Pilgram.

Vom 30. September bis 8. Oktober unternahm eine Aachener Delegation eine Reise ins türkische Sariyer, der neuen Partnerstadt Aachens. Mit dabei waren einige Politiker, darunter der grüne Ratsherr Hermann Josef Pilgram, sowie Unternehmer, Vertreter der RWTH und Mitglieder des Aachener Partnerschaftskomitees.

Die rund 450.000 Einwohner zählende Stadt am Bosporus, die zur Metropolregion Istanbul gehört, pflegt seit Beginn des Jahres eine Partnerschaft mit Aachen. Vor allem in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sollen die Beziehungen, die vor rund zwei Jahren geknüpft wurden, ausgebaut werden. Sariyer hat insgesamt acht Universitäten, die hochmodern und vor allem im technischen Bereich führend sind. Zahlreiche ehemalige Studierende der RWTH sind heute in der Region Istanbul in Industrie und Forschung tätig.

Kooperation in Wissenschaft und Kultur

„Die Zusammenarbeit von Hochschulen und Schulen sollte in der Städtepartnerschaft ein wichtiger Schwerpunkt sein“, betont Hermann Pilgram, „gerade für Jugendliche und junge Erwachsene kann nicht nur der wissenschaftliche, sondern besonders auch der kulturelle Austausch eine immense Bereicherung sein – für ihre eigene persönliche Entwicklung, aber auch weiter gedacht für die Entwicklung der Gesellschaft, in der sie leben und die sie gestalten.“ Mit dem Austausch fördere man das offenere Klima und den Ausbau der modernen Zivilgesellschaft in der Türkei und stärke besonders jene Kräfte, die sich für ein tolerantes Miteinander einsetzten.

Auch ein reger Austausch im kulturellen Bereich soll den Brückenschlag zwischen den Menschen ermöglichen: „Unser Augenmerk liegt dabei auf Museen und Musik“, so Hermann Pilgram. Erste Gespräche mit dem Theater Aachen habe es dazu bereits gegeben. Angedacht sei beispielsweise ein Auftritt des Aachener Orchesters in Sariyer.

Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Die mitgereisten deutschen Unternehmer und Wirtschaftsvertreter zeigten sich ebenfalls von der Reise begeistert und sehen viele Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit. Schon heute gibt es Firmen, die mit Büros hier wie dort vertreten sind, denn die Türkei hat großes Wirtschaftspotenzial. „In dieser Zeit entscheidet sich, ‘wohin die Reise geht‘ in der Türkei“, sagt Hermann Pilgram. „Die Menschen in Sariyer streben eine moderne, offene Gesellschaft an. Wir sollten nach Kräften versuchen, sie in ihren Bestrebungen zu unterstützen.“

In den kommenden Monaten sollen die Beziehungen zu der Stadt am Bosporus vertieft werden. Ein entsprechender Ratsantrag ist in den Fraktionen verabschiedet und wird in Kürze in den Rat eingehen. Alle Aachener Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Ideen für den weiteren Ausbau der Verbindung einzubringen: zum Beispiel in den Arbeitskreisen des Partnerschaftsvereins AS-PA.

Zum Ratsantrag geht es hier.

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