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16.12.2015

Große Resonanz auf Kampagne zu Umwelt- und Klimathemen

Veranstaltungsreihe „Es gibt keinen Planet B.“ erfolgreich abgeschlossen

Am Wochenende ging die UN-Klimakonferenz 2015 in Paris zu Ende. Die gesteckten Ziele des 21. Gipfels waren hoch, die Erwartungen ebenso. Zwölf Tage lang haben 195 Länderchefs über einen neuen weltweiten Klimavertrag verhandelt. Herausgekommen ist ein verbindliches Abkommen mit dem wohl wichtigsten Ziel, die globale Erderwärmung auf unter 2 Grad, langfristig auf 1,5 Grad zu begrenzen.

GRÜNE aus Stadt und Städteregion haben den Klimagipfel mit der zweimonatigen Kampagne „Es gibt keinen Planet B.“ begleitet. Gisela Nacken, Vorsitzende des Aachener Kreisverbandes: „In einer Reihe von Veranstaltungen und unterschiedlichen Formaten haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass es jetzt allerhöchste Zeit ist, den Planeten, auf dem wir leben, zu schützen. Wir haben keinen anderen!“

Inhaltlich ging es in den Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Lesungen, webbasierten Interaktionen und ganz realen Aktivitäten – wie der Klima-Radtour nach Brüssel und Paris – um die Themen Erneuerbare Energien, um Wärme- und Klimaeffizienz, um die Folgen des Betriebs von Kohle- und Atomkraftwerken (z.B. Fukushima und Tihange), um Mobilität und Verkehrskollapse in den Megacities unserer Erde.

„Das sind alles Themen, die uns in den nächsten Jahrzehnten neben dem großen Thema Flucht und Asyl weiter begleiten werden“, so Gisela Nacken. „Und auch das Flüchtlingsthema wird letztendlich immer stärker mit dem Klimawandel verknüpft sein. Einige Schätzungen sprechen von 200 Millionen Klimaflüchtlingen, die sich bis 2050 auf den Weg machen werden – die allermeisten Richtung Europa.“*

Vorreiterrolle wieder einnehmen
Bei einem der Höhepunkte der Reihe, einer Lesung und Diskussion mit Jürgen Trittin und Reiner Priggen MdL zum „Stillstand Made in Germany“, wurde deutlich: Deutschland hat seine Rolle als Vorreiter in Umwelt- und Klimaschutz längst verloren. Die Kritik daran wurde sehr klar gemacht, auch im Publikum wiederholte sich die Forderung, dass sich das ändern muss. „Deutschland gehört zu den reichsten Industrienationen dieser Welt. Wer, wenn nicht wir, kann in Sachen Klimaschutz Vorbild sein? Gerade als hoch entwickeltes Technologieland müssen wir klimafreundlicheren Verkehr und den Einsatz von Ressourcen schonenden Energien vorantreiben. Unter Kohlekanzlerin Merkel findet das nicht statt“, kritisiert Katrin Feldmann, Parteisprecherin der GRÜNEN OV Aachen.

Aktionen für Aachen
„Wir freuen uns über den Zuspruch und die Aufmerksamkeit, die wir mit unseren Veranstaltungen zum Umwelt- und Klimaschutz erreicht haben“, sagt Sabine Göddenhenrich, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion in Aachen. „Wir sehen, dass wir viele Bürgerinnen und Bürger mit unseren Themen erreichen. Gerade auch mit dem Wissen um das nahe und marode Atomkraftwerk in Tihange ist die kritische Sicht vieler Menschen auf die Atomenergie wieder erwacht. Unsere Aktivitäten und Anträge zum Thema zeigen breite Wirkung, die Verwaltungsspitze ist endlich aufgewacht und kümmert sich um das Thema Katastrophenschutz.“

Auch andere stadtnahe Aktivitäten, die mit Klima, Umwelt und besserer Luftqualität eng zusammenhängen, werden aus der Kampagne heraus weitergeführt: „Unsere Aktion „Hier fehlt ein Baum“ ist auf große Resonanz gestoßen“, so Göddenhenrich. „Wir haben mit der Aufforderung an die Verwaltung, viele neue Bäume in Aachen zu pflanzen, fast 100 Stellen im Aachener Stadtgebiet benannt und auf einer Karte gesammelt.“ Die meisten sind bereits unter www.gruen-auf-den-punkt.de zu sehen. Im Januar wird die Baum-Aktion ausgewertet und die Ergebnisse in einer gesonderten Pressemitteilung im Detail vorgestellt.

*Quelle aus wikipedia: „Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt die Zahl der Klimaflüchtlinge für das Jahr 2050 auf ca. 200 Millionen Menschen“, abgerufen am 15.12.2015

Weitere Informationen und interessante Links zum Thema:

Kommentar von Anton Hofreiter auf n-tv

Klimakonferenz Paris bei wikipedia

Klimagipfel bei co2online.de

Umweltflüchtlinge bei wikipedia

Blog 2015paris

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