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24.01.2013

GRÜNES Frauenforum am 2. März in Wuppertal

Am 2. März 2013 findet von 10:00 – 16:30 Uhr das landesweite Frauenforum in „Der Börse“ in Wuppertal statt:

„Was heißt hier gutes Leben?“ - Feministischer Kompass - kapitalistisches Land

Mit:

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im Emanzipationsministerium NRW

Dr. Friederike Habermann, Volkswirtin und Historikerin

Dr. Uta von Winterfeld, Politikwissenschaftlerin

Lisa Paus, MdB, Mitglied und Obfrau des Finanzausschusses

Katharina Dröge, Vorsitzende des KV Köln, Volkswirtin

Josefine Paul, MdL, frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion NRW

Worüber wir diskutieren wollen:

Unser Wirtschaftssystem befindet sich in einer Krise. Die Finanzmärkte stehen vor einer Implosion,  natürliche Ressourcen werden ausgebeutet, der Umwelt droht der Kollaps. Auf der ganzen Welt suchen – unabhängig von dem Grad der Industrialisierung –  Menschen nach anderen Lebensweisen, die sich nicht dem kapitalistischen Verwertungsschema unterwerfen.

Für Frauen stellt sich die Frage nach anderen Wirtschaftsmodellen in besonderer Weise. Denn unser Wirtschaftssystem funktioniert insbesondere über die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Inanspruchnahme von Leistungen ohne (angemessene) Gegenleistung, wie beispielsweise im Fall der (Sorge)Arbeit von Frauen.

Seit einigen Jahren verdichten sich unter Feministinnen Diskurse um feministische Wachstumskritik und Entwürfe von „Gutem Leben“. Trotz unterschiedlicher Zugänge ist allen ein Gesellschafts- bzw. Wirtschaftsmodell gemein, in dem jeder Mensch – unabhängig von Herkunft und Geschlecht – gleichermaßen Zeit für Erwerbstätigkeit, Sorgearbeit, Regeneration und Bildung sowie Kreativität hat.

Mit dem Frauenforum werden wir uns dem Thema „Gutes Leben“ auf zwei Ebenen nähern:

- auf der gesellschaftspolitischen: Hier ist die zentrale Frage, wie sich die Wirtschaftsweise auf das Geschlechterverhältnis auswirkt und welche Veränderungen wir brauchen, um die Geschlechterungerechtigkeit im kapitalistischen Wirtschaftssystem (und damit das System selbst) zu verändern.

- auf der ökonomisch-ökologischen Ebene: hier ist die zentrale Frage, welche Bedingungen stellen Feministinnen an eine Postwachstumsgesellschaft? Führen feministische Forderungen nach einer gerechten Verteilung von Erwerbsarbeit, Sorgearbeit etc. möglicherweise automatisch zu einem anderen, ökologisch verantwortungsbewussten Lebensstil?

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