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03.11.2014

Alemannia soll klare Konzepte gegen Rechtsextremismus vorlegen

„Der Verein muss sich von Rassismus und fremdenfeindlichem Gebaren deutlich distanzieren“, meint Jonas Paul, Vorsitzender des Sportausschusses.

Die Alemannia erteilt der Aachener 'Karlsbande' ihre Fanprivilegien zurück, obwohl die Gruppe immer wieder im Verdacht steht, von Rechtsradikalen unterwandert zu sein. Damit im Stadion Ruhe herrscht, wird Konflikten aus dem Weg gegangen und keine klare Position bezogen.

„Alemannia braucht endlich ein Konzept zum Umgang mit Rechtsextremen, Rassismus und Gewalt im Stadion. Der Verein steht in einer gesellschaftlichen Verantwortung und in der Verantwortung gegenüber der großen Mehrheit der Fans!“, meint der GRÜNE Ratsherr Jonas Paul, Vorsitzender des Sportausschusses, in einem Beitrag des Deutschlandfunks vom vergangenen Wochenende.

„Ich habe noch nicht erlebt, dass die Alemannia Konflikte und auch Angriffe wie z.B. auf die Aachen Ultras, aktiv aufgearbeitet hat. Der Verein muss sich endlich mit allen Akteuren, Polizei, Fan-IG - und wenn gewünscht, auch gerne mit der Politik - an einen Tisch setzen und Strategien erarbeiten, wie man rassistischen Tendenzen entgegen wirken kann“, meint Paul, der seit einigen Jahren auch Mitglied im Polizeibeirat der Stadt Aachen ist.

Dabei will Jonas Paul keinesfalls alle Mitglieder der Fangruppe über einen Kamm scheren. „Ich möchte die Karlsbande auf keinen Fall komplett in die rechte Ecke stellen, hier muss man differenzieren. Aber man muss auch genau hinschauen: So wurden etwa zwei führende Köpfe der Gruppe bei einem Konzert von Kategorie C gesehen: eine Band, die ganz klar der rechtsextremen Hooligan-Szene zugeordnet wird.“

Der kompletten Bericht (Textbeitrag und Audio) des Deutschlandsfunks vom 1.11.14 findet sich hier:
Auf dem rechten Auge blind von Thorsten Poppe.

Kategorie C ist eine Klassifizierung für die Gewaltbereitschaft von Fans in der Datei „Gewalttäter Sport“, siehe hier.

 

 

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