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22.01.2014

Breite Welle der Unterstützung

Der von der der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) geplante Verkauf der Bunker Goffart- und Junkerstraße wurde am Dienstagabend im Bürgerforum ausführlich diskutiert.

Rund 200 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil, darunter eine Vielzahl von Nutzern des Musikbunkers, die deutlich machten, dass die Musikbunker erhalten sollen. Anwohner aus der Rehmannstraße vertraten die Ansicht, dass für das Ruhebedürfnis in der Nachbarschaft stärker gesorgt werden müsse.

„Mich freut die breite Welle der Unterstützung für die Musikbunker, die sich nach unserem Antrag gebildet hat“, betont der grüne Kulturpolitiker und Ratsherr Hermann Josef Pilgram. „Die Sitzung des Bürgerausschusses hat deutlich gemacht, dass alle Fraktionen und auch die Verwaltung an einem Strang ziehen wollen, um die Probe- und Veranstaltungsräume zu erhalten und langfristig zu sichern. Aber auch für die Konflikte mit den Nachbarn muss eine tragfähige Lösung gefunden werden.“

Erhalt der Bunker ist Konsens

Am Ende der Diskussion beauftragte das Bürgerforum schließlich die Verwaltung, Möglichkeiten zu suchen, um die beiden Bunker an der Junker- und Goffartstraße als Proberäume und Veranstaltungsort zu erhalten. Gespräche sollen mit Investoren und beteiligten Vereinen geführt werden, die Ergebnisse werden in den jeweiligen Fachausschüssen und im Bürgerforum vorgestellt. Sollte der Verein den Bunker nicht kaufen können, so wird die Stadt prüfen, ob sie ihn übernehmen kann, so der einstimmige Beschluss des Bürgerforums.

Freie Kulturszene stärken

Weitere Themen im Bürgerforum waren das „Clubsterben“ und die fehlende Unterstützung von Kulturangeboten. „Auch aus unserer Sicht brauchen die „freien“ Kulturangebote mehr Beachtung durch Politik und Verwaltung. Diese Szene muss deutlich mehr Unterstützung bekommen, das bedeutet auch mehr Geld“, so Pilgram. „Falsch ist allerdings die Behauptung, die Stadt wäre untätig. So konnte die Existenz des Autonomen Zentrums trotz Besitzerwechsel gesichert werden und auch die Programme von Franz, Jakobshof und Raststätte werden finanziell unterstützt.“

Ganz wichtig sei es, ein offenes Klima für Kultur zu schaffen. Statt Bürokratie und Reglementierung müssten gemeinsam Wege gefunden werden, dass Kultur sich entwickeln und gelebt werden kann.

Das Thema Musikbunker wird auch am 28. Januar im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss und am 30. Januar im Betriebsausschuss Kultur (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Mozartstraße Raum 207/208) behandelt werden.

Quelle: PM der Stadt Aachen Nr. 80/14

Hier geht es zum Artikel „Kulturangebot erhalten“

Zum Ratsantrag der GRÜNEN

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