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20.11.2014

Freiwilliges Jahr im Theater, in Schulen oder Sportstätten

Für junge Menschen ist das freiwillige Jahr eine tolle Möglichkeit, sich auszuprobieren und zu entwickeln, meint Ulla Griepentrog.

Gesellschaftliches Engagement ist gefragt - die Stadtverwaltung böte zahlreiche Möglichkeiten dafür, sagt Hilde Scheidt.

Ein freiwilliges Jahr (FJ) ist besonders für junge Menschen eine ideale Möglichkeit, sich auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. Ganz egal, ob im kulturellen, ökologischen oder sozialen Bereich. In einem Ratsantrag bitten die Aachener GRÜNEN deshalb die Verwaltung zu prüfen, ob und wo bei der Stadt Aachen ein solches Jahr – oder auch der Bundesfreiwilligendienst – geleistet werden kann.

„Ob in den Schulen, bei der OGS, in Kindergärten; ob im Theater, im Stadtbetrieb oder in Sportstätten – die Stadt Aachen bietet eigentlich ganz viele Möglichkeiten für interessierte Menschen, ein freiwilliges Jahr oder den Freiwilligendienst abzuleisten“, meint Ulla Griepentrog, Fraktionssprecherin und schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Gerade an Schulen können die Freiwilligen das pädagogische Personal bei der Gestaltung des Ganztags und bei Angeboten zum gemeinsamen Lernen sehr gut unterstützen.“

Darüber hinaus könnten junge Menschen, die mit einem Lehramtsstudium liebäugeln, sich schon sehr frühzeitig ein Bild vom Schulalltag machen – auch außerhalb von Curriculum und Lehrplänen. Doch auch für den Blick auf andere Berufe bietet der Dienst interessante Möglichkeiten: Sei es im Theater, in Sportstätten oder im Stadtbetrieb.

Berufliche Orientierung und gesellschaftliches Engagement

„Das FJ dient der beruflichen Orientierung und auch der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Es gibt einen praktischen, lebensnahen Einblick in soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge und hilft dabei, sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden“, sagt Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Sprecherin der GRÜNEN im  Kinder- und Jugendausschuss. Darüber hinaus böte das Jahr eine Möglichkeit, sich bürgerschaftlich zu engagieren.

Seit es den Zivildienst nicht mehr gibt, fehlt ein solches Engagement in bestimmten Bereichen. „Natürlich dürfen die Leute, die Freiwilligendienst leisten, niemals Ersatz für ausgebildetes Fachpersonal sein“, so Griepentrog. „Doch junge Menschen bekommen so eine Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren, und diese Hilfe wird auf der anderen Seite sicher sehr willkommen sein.“ Die Verwaltung soll nun prüfen, welche Möglichkeiten es in städtischen Einrichtungen für den Freiwilligendienst gibt und wie die Koordination ermöglicht werden kann.

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