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23.07.2014

Mit dem Pedelec die Aachener Museenlandschaft „erfahren“

Beide Fotos: Hermann Pilgram und Aida Beslagic

Die vielfältige Aachener Museumslandschaft wurde erst jüngst mit der Eröffnung des Centre Charlemagne um ein weiteres Highlight bereichert. Besucher, die nicht nur ein Museum besuchen wollen, stehen aber jetzt noch mehr als vorher vor dem Problem, dass die Standorte der Häuser teilweise weit auseinander liegen. Will jemand mehr als ein Museum besuchen, muss er große Wegstrecken zurücklegen. Das ist anstrengend, kostet Zeit und hält viele potenzielle Besucher ab.  

Aida Beslagic, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion beschreibt die Situation wie folgt:

„Wenn ich als Touristin mit einem begrenzten Zeitbudget nach Aachen komme, nimmt der Besuch der Museen in Aachen und Umgebung sehr viel Wegzeit in Anspruch. Eine direkte Verbindung zwischen den Museen, etwa mit einem Shuttlebus, gibt es in Aachen nicht.“

Diesen „Missstand“ wollen die Aachener Grünen ausräumen, die Erreichbarkeit der Aachener Museen verbessern und damit ihre Attraktivität steigern. Die Einführung eines Shuttlebusses ist aus finanzieller Sicht nicht realistisch. Aus diesem Grund haben sie die Verwaltung in einem Ratsantrag aufgefordert, dass im Zuge der Einrichtung des neuen Pedelec-Verleihsystems Velocity in Aachen ein Angebot geschaffen wird, das es Besucherinnen und Besuchern der Museen ermöglicht, von Museum zu Museum mit dem Pedelec zu fahren. Eine entsprechende Infrastruktur mit Ladestationen soll eingerichtet werden.

Auf diese Weise können – so Hermann Pilgram, grüner Ratsherr und ebenfalls Mitglied im Kulturausschuss – die Besucher die Museen entweder sportlich oder mit Elektro-Unterstützung „erfahren“ und nebenher auf dem bequemen Weg noch Eindrücke aus der Stadt sammeln.

Hermann Pilgram:

„Zumindest für einen Teil der potenziellen Besucherinnen und Besucher würde so ein Verkehrsmittel bereitgestellt, das die Museen miteinander verbindet, ihre Attraktivität und in Konsequenz vielleicht auch ihre Besucherzahlen steigern könnte.“

Wenn dieses Angebot dann noch im Rahmen des Kulturmarketings gut beworben und „verpackt“ wird, könnte es – so Aida Beslagic -  zu einer neuen Kulturattraktion nicht nur für Touristen werden:

 „Ich stelle mir ein Ticket vor, welches die Leihgebühr für die Räder und den Eintritt für ein oder mehrere Museen in sich vereint. Vielleicht können noch Sponsoren gefunden werden, die dieses Angebot unterstützen, bewerben und vergünstigen.“

In einem späteren Schritt könnte dieses Angebot – so Beslagic und Pilgram - dann auf die Region ausgeweitet werden.  Die einzelnen Museumsrouten könnten zu Erlebnisstrecken entwickelt werden, indem auf Attraktionen am Wegesrand oder Einkehrmöglichkeiten hingewiesen wird.

Hier geht´s zum entsprechenden Ratsantrag.

 

 

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