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06.11.2013

Stadt soll Tivoli-Stadion übernehmen

Nachdem der Rat der Stadt in seiner letzten Sitzung noch einmal die Verwaltung beauftragt hatte, ein städtisches Nutzungskonzept für das Stadion zu erarbeiten, hat die GRÜNE Fraktion erneut die Initiative ergriffen und zu einem interfraktionellen Gespräch über die zukünftige Nutzung eingeladen.

Das Ergebnis der Sitzung mit Vertretern des Verwaltungsvorstands und des Insolvenzverwalters war eindeutig: Am 20. November soll es eine Grundsatzentscheidung für die Übernahme des Stadions durch die Stadt Aachen geben. Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt werden, weiter mit Investoren über eine mögliche Beteiligung an einer Stadiongesellschaft zu verhandeln.

Übernimmt die Stadt die Sportanlage zu einem symbolischen Preis von einem Euro, so steht sie zwar in der Pflicht, Betriebskosten und Kredite zu bedienen, behält aber mit Blick auf die Nutzungsmöglichkeiten auch das Steuer in der Hand: „Die Stadt muss sich an dieser Stelle ihrer Verantwortung bewusst sein“, sagt Helmut Ludwig, Fraktionsgeschäftsführer der GRÜNEN. „Die Alternative zur Übernahme wäre, das Stadion an einen Investor aus der Hand zu geben und somit kaum mehr Einfluss darauf zu haben, was dann an dieser Stelle geschieht.“

Nach Einschätzung der GRÜNEN ist eine mehrschichtige Nutzung der Anlage sinnvoll und möglich – zum einen als große städtische Sportstätte, die auch über den Fußballbetrieb hinaus sportliche Events und Nutzungsmöglichkeiten für andere Vereine tragen kann. Zum anderen sind Großveranstaltungen wie Public Viewing, Kino, Konzerte, Kongresse und anderes denkbar – auch Feiern, Hochzeiten oder Stadionführungen könnten Geld in die Kasse spülen.

„Der Standort an der Krefelder Straße, im Umfeld mit Reitstadion, Eislaufhalle und Gewerbe, ist auch ein Aushängeschild für die Stadt Aachen“, so Fraktionssprecherin Ulla Griepentrog. „Hier, an einem zentralen „Einfallstor“ in die City, das jedem Besucher sofort ins Auge fällt, sollte die Stadt auf jeden Fall mitgestalten und das Stadion einer langfristigen, sinnvollen und lebendigen Nutzung zuführen.“

Zum Ratsantrag geht es HIER.

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