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10.02.2014

Ausbau der Monschauer Straße

Die Monschauer Straße heute: wie ein dreispuriger Ausbau um die Gegend Raeren/Sief aussehen würde...

... zeigt eindrucksvoll das Beispiel der 'Himmelsleiter'.

In den letzten Tagen haben sich die Vorschläge für den Ausbau der Monschauer Straße überschlagen. Es entstand der Eindruck: Von  Pressekonferenz zu Pressekonferenz wurde die Straße breiter und breiter.

Marcel Philipp und Helmut Etschenberg fordern einen dreispurigen Ausbau von Kalkhäuschen bis Autobahnauffahrt Lichtenbusch, Michael Servos fragte gar, ob das denn reiche? Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Kämmerling schließlich fordert am 8.2.14 offen den vierspurigen Ausbau, also die „Eifel-Autobahn“.

Wir fordern Ausbau mit Augenmaß

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, werktäglich fahren bis zu 10.000 Fahrzeuge über die Himmelsleiter aus der Eifel in Richtung Aachen und zurück. An der Kreuzung Kalkhäuschen teilen sich die Verkehrsströme: Ein knappes Viertel der Fahrzeuge wählt den Weg über die L233 via Walheim, der Rest fährt über die B258/Monschauer Straße. Bis zur Autobahnauffahrt Lichtenbusch wächst dieser Verkehrsstrom wieder auf über 10.000 Fahrzeuge für beide Richtungen an.

Engpass ist der Bereich zwischen Pascalstraße und der Autobahnauffahrt, und auch nur hier stehen die Pendler im Stau. Der Rest der Monschauer Straße, die vorbei an Wiesen und Weiden durch die idyllische Voreifel führt, ist nicht von Staus betroffen. Ein dreispuriger Ausbau verursacht gigantischen Flächenverbrauch, kostet Millionen von Steuergeldern, behindert den lokalen Verkehr und die Landwirtschaft und entspricht der Betonverkehrspolitik von gestern. Und bringt für den morgendlichen Berufsverkehr letztendlich keine Verbesserung.

Die GRÜNEN in Stadt und Städteregion Aachen setzen sich weiter dafür ein, dass die Monschauer Straße nur in dem Bereich zwischen Pascalstraße und Autobahnauffahrt dreispurig ausgebaut wird, indem die Aufstellflächen an den Kreuzungen Pascalstraße, Kesselstraße und Oberforstbacher Straße vergrößert werden und stadteinwärts durchgängig zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Werner Krickel, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Städteregionstag, ist von dieser Lösung überzeugt: „Durch diesen relativ leicht und kostengünstig realisierbaren Ausbau wird der Verkehr in den Grünphasen besser abfließen und der Rückstau durch Abbieger verringert werden können.“

Und Roland Jahn, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses (GRÜNE), ergänzt: „Verkehrsberechnungen der Stadt Aachen haben ergeben, dass dieser schonende Ausbau genügt, um die morgendliche Stauproblematik zu entspannen, während die vorgeschlagenen Kreisverkehre für diese hohen Verkehrsmengen nicht geeignet sind.“

Die Eifel-CDU hatte in der letzten Zeit den GRÜNEN wiederholt Blockadehaltung in dieser Frage vorgeworfen. Dabei hatten sich gerade CDU und GRÜNE in der Städteregion und der Stadt Aachen noch vor zwei Jahren auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt und entsprechende Beschlüsse gefasst.

Die beiden grünen Verkehrspolitiker fordern deshalb: „Wir sollten uns zunächst auf den Ausbau zwischen Pascalstraße und Autobahn konzentrieren. Wenn sich alle Parteien und Abgeordneten im Bund und Land auf diesen ersten Schritt verständigen, hätten wir eine Chance, das Ministerium und den Landesbetrieb Straßen von der Dringlichkeit des Ausbaus zu überzeugen.“

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