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10.05.2013

Stadt und RWTH rücken näher zusammen

Großzügige Platzanlage vor dem RWTH-Hauptgebäude und dem Super-C

Die Bauarbeiten am Templergraben gehen ihrem Ende entgegen: Nach der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen wird jetzt die Oberfläche wiederhergestellt und damit wird die Neugestaltung dieses Kernbereiches der Exzellenzuniversität sichtbar.

Wo früher die Vorplätze des Karman-Auditoriums und des Hauptgebäudes durch unterschiedliche Höhen und eine Straße getrennt wurden, entsteht nun eine großzügige Platzanlage, die den Mittelpunkt der RWTH Aachen würdig repräsentiert. Hier treffen sich die Stadt und die Hochschule und rücken so noch näher zusammen.

Obwohl der neu entstandene Freiraum auch weiterhin für Kraftfahrzeuge und Busse offen gehalten werden muss, wird die Aufenthaltsqualität eine ganz andere sein als vor dem Umbau. Der niveaugleiche Ausbau, nur unterbrochen durch eine um 3 cm abgesenkte 7m breite Fahrbahn, hebt die ursprüngliche Linienorientierung des Templergraben auf und lässt einen Campusplatz entstehen, auf dem sich Fußgänger und Radfahrer, die hier sowieso in der „Überzahl“ sind, sicher und unbegrenzt bewegen können. Auch wenn aus formalen Gründen auf den Begriff „shared space“ verzichtet wurde, gibt es verkehrlich hier in Zukunft ein gleichberechtigtes Miteinander, das auf dem rücksichtsvollen Umgang aller Verkehrsteilnehmer basiert. Das bedingt allerdings eine Verringerung der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs.

Roland Jahn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Rat und Vorsitzender des Mobilitätsausschusses, präferiert für den Templergraben die Deklaration einer verkehrsberuhigten Zone: „Die Geschwindigkeit aller Verkehrsteilnehmer, auch von Radfahrern und Bussen, wird auf Schrittgeschwindigkeit reduziert, was zu der Neudefinition des Templergrabens als überfahrbare Platzanlage passt. Gleichzeitig wird das Abstellen von Fahrzeugen in diesem neuen „Wohnzimmer der RWTH“ verhindert.“

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