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12.12.2013

Vorfahrt für den Vennbahnradweg

Unübersichtliche Kreuzungswege wie hier an der Brander Münsterstraße bergen Gefahrenpotenzial - nicht nur für Radler.

Der Vennbahnweg auf der stillgelegten Bahnstrecke von Aachen Rothe Erde bis nach Raeren erfreut sich großen Zuspruchs. Radfahrer, Skater, Wanderer und andere nutzen die alte Bahntrasse inzwischen lebhaft, und zwar nicht nur für Freizeitaktivitäten: Gerade der Abschnitt von Walheim über Kornelimünster und Brand bis zur Aachener Innenstadt wird z.B. auch verstärkt von Menschen genutzt, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Doch die Strecke birgt einige Gefahrenpunkte, gerade mit Blick auf die Stellen, an denen der motorisierte Verkehr kreuzt. Deshalb soll nach Vorschlag der GRÜNEN die Stadtverwaltung prüfen, ob und an welchen Stellen im Verlauf des Radwegs auf dem Gebiet der Stadt Aachen eine Vorfahrtregelung zugunsten von Radfahrern eingerichtet werden kann. Die Prüfung soll alle Kreuzungspunkte mit öffentlichen Straßen einschließen – mit Ausnahme des Adalbertsteinwegs und der Trierer Straße.

Für umweltfreundliche Mobilität

„Der Vennbahnradweg stellt eine wichtige und sehr gut genutzte Verbindung zwischen dem Aachener Süden und der Innenstadt dar und hat damit für die umweltfreundliche Mobilität in Aachen eine große Bedeutung“, meint Roland Jahn, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN. „Dieser Bedeutung widerspricht die Verkehrsregelung an den meisten Kreuzungspunkten mit öffentlichen Straßen.“ Selbst an reinen Anliegerstraßen wie der Karl-Kuck-Straße oder der Einfahrt in den „Gewerbepark Brand“ sei zur Zeit der Radfahrer auf dem Vennbahnradweg wartepflichtig gegenüber dem kreuzenden Verkehr.

Gefahren minimieren

„Das sorgt für so manche brisante Situation, nicht nur an diesen Stellen, sondern besonders  an den kreuzenden Verkehrswegen Münsterstraße und Rombachstraße“, sagt Ute Reiber, grüne Bezirksvertreterin in Brand und selbst häufig auf der Trasse unterwegs. „Im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd hat außerdem eine neue Reithalle eröffnet. Viele Autos inklusive Transporter nutzen nun die Wirtschaftswege dorthin, ohne dass es dort einen Hinweis auf Reiter und Radfahrer gibt.“

Eindeutig kennzeichnen

Um die Strecke für alle Beteiligten also sicherer zu machen, empfiehlt es sich, die Vorfahrtregelung an weniger stark befahrenen Straßen zugunsten des Radwegs umzukehren. „Das betrifft auch die Frage nach einer vernünftigen, einheitlichen und gut nachvollziehbaren Kennzeichnung“, ergänzt  Wilfried Fischer, der sich als sachkundiger Bürger insbesondere das Thema Mobilität auf die Fahnen geschrieben hat. Damit solle die umweltfreundliche Fortbewegung zwischen Innenstadt und Aachener Süden noch attraktiver und sicherer gestaltet werden.

Allgemeine Informationen zum Vennbahnweg gibt es u.a. hier.

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