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07.06.2006

Grüne erfreut: Begrüßungspaket für Neubürger und Neubürgerinnen kommt

Ab dem 6. Juni 2006 erhält jeder Neubürger und jede Neubürgerin der Stadt Aachen ein besonderes Begrüßungspaket. Auf Antrag der GRÜNEN wurde das Neubürgerpaket beschlossen und jetzt in die Tat umgesetzt. In diesem Paket sind nicht nur die wichtigsten Infos über die Stadt zusammen gestellt. Ein Wochenticket der ASEAG, ein CarSharing-Gutschein, ein Gutschein für eine Fahrradtour sowie eine reduzierte Erstinspektion beim Fahrradhändler sollen für eine PKW-freie Mobilität in der Stadt werben und über Wissenswertes informieren. Finanziert wird das Ganze von ADFC, ASEAG, Cambio, Radfachhandel und Stadt Aachen.

Erfahrungen aus anderen Städten haben gezeigt: Menschen, die in eine andere Stadt umziehen, sind offener dafür, Alternativen zum PKW auszuprobieren. Denn alte Gewohnheiten müssen erst gar nicht umgestellt werden. In Stuttgart und Offenburg sind die positiven Auswirkungen eines kostenlosen Ausprobierens öffentlicher Verkehrmittel deutlich erkennbar. Neubürger und Neubürgerinnen lassen wesentlich häufiger ihr Auto stehen und fahren statt dessen mit Bus und Bahn. Die Erklärung ist simpel: Neuankömmlinge sind über aktuelle Angebote schlicht besser informiert.

Das Schnupperangebot für Neuankömmlinge gibt es auf Initiative der GRÜNEN Fraktion jetzt auch in Aachen. Elisabeth Paul, verkehrspolitische Sprecherin: "Das ganze ist wirklich gut geworden. Mit ASEAG, CarSharing und Radverkehr werden die Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Mobilität vorgestellt. So können Jahr für Jahr sieben Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen erreicht werden. Denn die Stadt hat jedes Jahr rund 16.000 Neubürger zu verbuchen."

Auch das Bundesverkehrsministerium hat übrigens die Möglichkeiten eines solchen Ansatzes erkannt und ein Forschungsprojekt zu Ermittlung der Effekte ausgeschrieben. Armin Langweg aus Aachen wird im Rahmen seiner Promotion am Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen das Angebot des Begrüßungspakets auf verkehrliche und ökonomische Effekte hin untersuchen und schon in einem halben Jahr Bilanz für die Stadt Aachen ziehen.

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