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02.12.2005

Neue Wohnformen für ältere Menschen

Selbstbestimmt und zufrieden leben bis ins hohe Alter - Infos über Projekte

Aachen. Immer mehr ältere Menschen wollen ihre Lebenssituation frühzeitig verändern und neue Lebensformen ausprobieren. Die Jüngeren wollen sich nach Abschluss der Familien- und Berufsphase neu orientieren, die Älteren wollen vorsorgen für den Fall von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind daher für viele Seniorinnen und Senioren eine passende Lösung, um auch im Alter selbstbestimmt und zufrieden leben zukönnen. Sie stellen eine gute Alternative zu einem Leben in Alten- und Pflegeheimen dar. SPD und GRÜNE in Aachen wollen entsprechen Wohnprojekte vorantreiben.

In einem neuen Ratsantrag fordern sie die Verwaltung auf, die Rahmenbedingungen für neuen Wohnformen im Alter und in generationsübergreifenden Vorhaben zu verbessern.
Dem Wohnungsausschuss soll ein Konzept zur Unterstützung von Wohninitiativen und Baugruppen vorgestellt werden.

„Neue Wohnformen für ältere Menschen bieten die Möglichkeiten, selbstständig zu leben, aber nicht allein, unabhängig zu sein, aber mit Verantwortung für andere und nur im Notfall, ohne rundum versorgt zu sein„, sagt die Vorsitzende des Wohnungsausschusses Bürgermeisterin Astrid Ströbele (SPD).

SPD und GRÜNE stellen sich vor, dass ein „Runder Tisch„ eingeberufen wird, bei dem Initiatoren und mögliche Projektpartner wie Bauunternehmen, Wohlfahrtsverbände, Haus- und Grundstückeigentümer, Investoren und Architekten sowie die städtische Fachverwaltung zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu pflegen. „Weiter denken wir an den Aufbau einer Projekt- und Interessenten-Datenbank„, erläutert Tina Hörmann, wohnungspolitische Sprecherin der GRÜNEN. Die Stadtplanerin kann sich überdies vorstellen, dass die Stadt oder andere Institutionen bei der Suche nach Grund stücken und Häusern helfen, über finanzielle Fördermöglichkeiten informieren und auf Vorhaben hinweisen, bei denen selbstständiges Wohnen mit Betreuungs- und Pflegeangebo ten kombiniert wird.

Die beiden Wohnungspolitikerinnen sind überzeugt, dass neue Wohnformen im Alter dazu beitragen können, Familien und auch die Allgemeinheit von der Fürsorge für ältere Men schen zu entlasten. Die Erfahrung in anderen Städten zeigt, dass Gemeinschaftswohn projekte durch ihr soziales Engagement stabilisierend auf die Nachbarschaft wirken. Neue Wohnformen sind auch eine Antwort auf den Wunsch vieler älterer Menschen, wieder in die Stadt zurückziehen zu wollen, da diese in der Regel eine bessere Infrastruktur (Busse und Bahnen (ÖPNV), Kultur, Versorgung) bietet als das Umland.

Die „Leitstelle Älter werden„ und das Wohnungsamt sollen eine Kontakt- und Schnittstelle innerhalb der Verwaltung einrichten. Schon heute rufen viele ältere Leute bei der Leitstelle an und wollen wissen, ob es „neue Wohnprojekte für ältere Menschen in Aachen gibt.


Ihre Gesprächspartnerinnen:

Tina Hörmann, GRÜNEN-Ratsfrau, wohnungspolitische Sprecherin, Mitglied im Wohnungsausschuss, Telefon 0241/535919
Astrid Ströbele, Bürgermeisterin, SPD-Ratsfrau, Vorsitzende des Wohnungsausschusses, Telefon 0241/432-7216 (vormittags)

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