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15.08.2008

Ausgrabungen im Elisengarten

Unter einem großen Zelt im Elisengarten erforschen Archäologen die Geschichte Aachens. Sie sind gespannt, was sie bei den für ein halbes Jahr terminierten Ausgrabungen finden und was sie Neues erfahren werden. Die Ausgrabungen können besichtigt werden und werden durch Informationen begleitet.

Die umfangreiche Ausgrabung ist ein Zeichen dafür, dass die Archäologie in Aachen nach vielen Jahrzehnten wieder den Stellenwert bekommen hat, der ihr in einer Stadt mit diesem historischen Erbe zusteht. Dieses ist nicht zuletzt der Initiative der Grünen zu verdanken. Die Grünen haben mit dafür gesorgt, dass seit Mitte 2006 wieder ein Stadtarchäologe bei der Stadt beschäftigt ist. Und schon vorher hatten sie in Presseaktivitäten und Anträgen auf Defizite beim Umgang mit archäologischen Funden aufmerksam gemacht und Vorschläge zur Abhilfe gemacht.

Die Grabung im Elisengarten ist eine große Chance, mehr über die Geschichte Aachens zu erfahren. Die Fläche war über die Jahrhunderte hinweg unbebaut. Man vermutet, dass sie eine Fülle historischen Materials beherbergt. Die angrenzende Ursuliner- und Hartmannstraße sind außerdem die ältesten urkundlich erwähnten Straßen Aachens. Sie sollen  schon in der Römerzeit vorhanden gewesen sein. Bei den Voruntersuchungen wurden sowohl römische als auch mittelalterliche Siedlungsspuren entdeckt: Reste von Mauern und Kanälen, aber auch Keramikscherben aus karolingischer Zeit.

Ab dem 28. August sind die Ausgrabungen auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Sowohl das Zelt als auch ein eigens aufgestellter Ausstellungsraum mit Schautafeln zur Geschichte Aachens können montags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr besichtigt werden. Donnerstags um 16 Uhr finden Führungen statt, die Stadtarchäologe Andreas Schaub durchführen wird (Teilnahme kostenlos, erstmalig am 28.8.).

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