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07.02.2014

Tief im Westen … entsteht viel Neues

Im WZL erhielten die TeilnehmerInnen einen aktuellen Überblick zu den Campus Melaten und West.

Blick aus dem Gebäude des Clusters Logistik über das Gelände. Links im Bild die Baugrube für die geplante Campus-Kita.

Die Planungen für das gastronomische Angebot laufen noch.

Knapp zwanzig GRÜNE machten sich am vergangenen Montag auf den Weg nach Melaten. Dort, tief im Westen der Stadt, verschafften sie sich einen Eindruck vom Stand der geplanten – und zum Teil bereits umgesetzten – Campus-Erweiterung. 19 so genannte Forschungscluster sollen auf beiden Campus (Melaten und West) für eine enge Verknüpfung von Forschung und Industrie sorgen.

Die RWTH Aachen als größter Drittmitteleintreiber der deutschen Universitäten steht seit langem für eine enge Kooperation mit der Industrie und bietet sich deshalb als Treiber für ein solches Großprojekt an. In den Clustern werden neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeitnah und mit wenigen Reibungsverlusten in Industrieprozesse umgesetzt. Dafür bilden sich Kompetenzteams aus den verschiedensten Bereichen, die mit vereintem Wissen Projekte vorantreiben.

Ein Beispiel ist der Prüfstand für Windkraftenergieanlagen (WEA), zugehörig zum Cluster Schwerlastantriebstechnik: In den Projekträumen des Prüfstands- und Forschungsgebäudes, die im Herbst bezogen werden, sollen bis zu 50 Forscher aus verschiedenen Instituten und Disziplinen Großprojekte zur Neu- und Weiterentwicklung von WEA bearbeiten.

Campus GmbH als Motor

Dr. Klaus Feuerborn, einer der Geschäftsführer der Campus GmbH, und seine Kollegin vom Campus-Management, Manuela Mainz, empfingen die Gäste im Manfred-Weck-Haus im Werkzeugmaschinenlabor (WZL) in der Steinbachstraße. In einem ausführlichen Vortrag schilderte Dr. Feuerborn seine Vision: „Der Campus soll als Forschungskatalysator dienen, als Antreiber von Innovationen“, so der RWTH-Ingenieur, und erklärte die Rolle der eigens gegründeten Gesellschaft: „Die Campus GmbH wurde extra für das Großvorhaben gegründet und verantwortet die Planung, Umsetzung und Sicherstellung der gesamten Campus-Konzeption. Sie wird mit einem Anteil von 95 Prozent von der RWTH und von fünf Prozent von der Stadt Aachen getragen.“

Wichtig: Anbindung an die Stadt

Feuerborn gab einen Einblick in Baufortschritte, Mietauslastung und ergänzende Angebote wie ein Aus- und Weiterbildungszentrum, Hotel und Gastronomie, Supermärkte, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und nicht zuletzt Kinderbetreuung: die Baugrube des geplanten Gebäudes für eine Kita ist bereits zu sehen. „Wir möchten keine ‚Satellitenstadt‘, sondern sind an einem lebendigen Campus, der auch abends und an den Wochenenden etwas bietet, interessiert“, so Feuerborn. „Beide Campus sollen zu einer Erweiterung des städtischen Lebens beitragen und Bürgerinnen und Bürgern, etwa von der benachbarten Hörn, ein attraktives Angebot bieten.“

Kein zweites Avantis

In einer anschließenden Busfahrt über das Gelände bis hin zum Aachener Klinikum konnten wir noch einmal ganz konkret die Baufortschritte in Augenschein nehmen. Zum Abschluss im Gebäude des Clusters Logistik konnten wir einen der für die Deutsche Post gebauten Streetscooter sehen und beendeten den Rundgang mit einem Blick von oben über das weitläufige Gelände des Melatener Campus.

Fazit der GRÜNEN Besichtigungstour: Es ist viel passiert auf dem Campus, das Großvorhaben geht stetig voran und nimmt deutliche Formen an. Davon konnten wir uns überzeugen. Ein zweites Avantis wird es sicher nicht.

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