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19.03.2009

Werkkunsthof - Ein Stück Natur in der Stadt

Auf dem Gelände der ehemaligen Werkkunstschule entsteht mitten in der Stadt eine kleine Oase für Menschen aller Altersgruppen.

Nach dem Abriss der Werkkunstschule ist, eingegrenzt von der Bebauung an der Reumontstraße, der Mariabrunnstraße und der Südstraße, ein großer freier (Hinter-) Hof entstanden. Dieser für die Innenstadt ungewöhnlich große Freiraum wird nun neu gestaltet und in Zukunft für die Öffentlichkeit als Erholungs- und Freizeitort zugänglich sein.

Die Planung für den Werkkunsthof entstand auf der Basis eines intensiven Dialogs mit der Öffentlichkeit. Im Jahr 2007 wurde eine Bürgerwerkstatt gegründet, um den Anwohnerinnen und Anwohnern die Möglichkeit zu bieten, „ihren“ Hof mitzugestalten. Zusätzlich wurden in den anliegenden Grundschulen Kinderkonferenzen abgehalten, um auch die Wünsche und Ideen der Schülerinnen und Schüler mit in die Planung aufzunehmen.

Michael Rau, Grüner Stadtentwickler, freut sich, dass die Planungsphase nun abgeschlossen ist und im August die Bauarbeiten beginnen können: "Wir haben uns seit Jahren dafür engagiert, dass nach dem Abriss der Werkkunstschule dieser Hof für die Öffentlichkeit im Sinne der jetzigen Planung nutzbar wird. Der Werkkunsthof ist ein gutes Beispiel dafür, wie innerstädtische Wohnqualität verbessert werden kann."

Es wird ein Innenhof entstehen, der für Kinder, Studenten und Familien genauso attraktiv sein wird, wie für Senioren. Neben verschiedenen Spielgeräten und einer Boulebahn werden es auf Wunsch der SchülerInnen und der AnwohnerInnen Schul- und Patenschaftsbeete geben. Eine Liegewiese lädt zum Verweilen ein. Besonderes Highlight des Werkkunsthofes wird der „Fitnessparcours für Jedermann“ sein.

Grünes Engagement für Bewegungsparcours


„Auf diesen Parcours können sich Erwachsene bin ins hohe Alter im Sinne der Gesundheitsförderung sportlich betätigen“
beschreibt Roland Jahn, sportpolitischer Sprecher der Grünen, das bislang einmalige Bewegungsangebot in Aachen. „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, sich wohnortnah sportlich im Freien zu bewegen, deswegen haben wir Grünen uns für Bau dieses Geräteparcours eingesetzt (siehe Ratsantrag: Fitnessparcous für Jedermann).“

Die Idee, nicht nur Kindern, sondern allen Menschen unabhängig vom Alter in Innenstädten Gelegenheit zur sportlichen Betätigung zu bieten, kommt ursprünglich aus China. Mittlerweile wird in fast allen deutschen Großstädten über die Gestaltung von Grünflächen mit Spiel- und Sportgeräten, die auch Erwachsene ansprechen, nachgedacht. In gewisser Hinsicht wird hiermit die „Trimm-Dich-Bewegung“ der 70iger Jahre wieder aufgenommen.

Der Werkkunsthof soll zu einem Begegnungsort für Jung und Alt werden. Verschiedene Generationen werden über Spiel, Spaß und körperlichen Bewegung zueinander geführt.

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