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29.01.2019

"Aachen Unverpackt" für mehr Nachhaltigkeit

Stadt Aachen und „Aachen Unverpackt" engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit

Die Stadt Aachen kooperiert mit der Initiative „Aachen Unverpackt", um überflüssigen Müll zu vermeiden und ein stärkeres Bewusstsein für die Umwelt bei den Aachenerinnen und Aachenern zu schaffen. Die Initiative ist mit ihren Ideen für mehr Nachhaltigkeit an den Aachener Stadtbetrieb herangetreten und hat dort offene Türen eingerannt. Am Montag (28. Januar) wurde die noch junge Kooperation vorgestellt.

„Aachen Unverpackt" engagiert sich seit Sommer 2018 aktiv für mehr Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im Stadtgebiet und sammelt sogar schon länger als „Studentisches Einsatzkommando Müll" (SEK) mit gezielten Aktionen Müll in Grünflächen. „Bei unseren Müllsammelaktionen kommt immer jede Menge zusammen", sagt Paul Deubner von „Aachen Unverpackt". „Auch wirklich skurriles Zeug. Einmal haben wir sogar einen Feuerlöscher eingesammelt." Bei diesen Aktionen werden die sie schon länger vom Aachener Stadtbetrieb mit Material wie Müllsäcken und Handschuhen versorgt.

Nun soll die Kooperation die nächsten Schritte machen. Beim großen Frühjahrsputz am 30. März möchte „Aachen Unverpackt", wie viele andere Vereine und Gruppen, den Stadtbetrieb nach Möglichkeit tatkräftig unterstützen.

Und auch in Sachen Abfallpädagogik und Umweltbewusstsein wird die Kooperation ausgebaut. „Aachen Unverpackt" leistet wichtige ehrenamtliche Arbeit, macht mit „Plastik Attacken" auf unnötigen Verpackungsmüll im Supermarkt aufmerksam, gibt Tipps für eine nachhaltige Lebensweise und bietet Workshops an. Auch der Stadtbetrieb legt großen Wert auf vorbeugende Maßnahmen zur Müllvermeidung. „Wir haben ein großes Angebot zur Abfallpädagogik, angefangen bei den ganz Kleinen, die mit unserer ‚Tonne Berta‘ spielerisch lernen, wie sie Abfall richtig trennen", berichtet Staaks. Mit Veranstaltungen wie der Coffee-to-go-Aktion im Rahmen der europäischen Woche der Abfallvermeidung gab es erst im November eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit.

„Uns geht es darum, Müll zu reduzieren aber auch direkt zu vermeiden", erklärt Malina Georg von „Aachen Unverpackt". Auf der Pressekonferenz gaben Georg und Deubner schon viele Anreize, wie es besser gehen kann: Beispielsweise durch Verwendung von Rasierhobeln statt Einwegklingen, Zahnputz-Tabletten im Glas statt einer Plastiktube kann jeder schon viel erreichen. Auch für unnötigen Müll beim Einkauf selbst hatten sie Anschauungsmaterial dabei. „Wir waren eben nur kurz im Supermarkt und haben dort Dinge gesehen, die einfach traurig sind", erzählt Georg. Dabei brachten sie zum Pressegespräch nicht nur Nudeln mit, die in Plastik verkauft werden und nicht einfach abfüllbar sind, sondern auch Obst, das in Plastikschalen eingeschweißt wurde oder Süßigkeiten, die von überflüssigen Mehrfachverpackungen umhüllt sind. Auch Staaks hat Tipps: „Bei großen Einkäufen ist die Gefahr groß, dass viel weggeworfen wird. Es ist ratsamer, öfter einkaufen zu gehen und alles auch wirklich zu verbrauchen."

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