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09.06.2022

Digitales Ehrenamt soll in Aachen besser gefördert werden

Valentin Bruch, digitalpolitischer Sprecher

In Aachen gibt es zahlreiche Initiativen, die sich mit Technik und Digitalisierung beschäftigen, aber bisher nicht von der Stadt vernetzt oder gefördert werden.
Die GRÜNE Fraktion beantragt nun, digitales Ehrenamt im Rahmen der kommunalen Engagementstrategie gezielt zu unterstützen.

Die Digitalisierung bestimmt immer mehr unser tägliches Leben, aber sie hat auch ihre Tücken. Wie funktioniert eine neue App oder ein Programm, das ich brauche? Kann ich mein Gerät noch reparieren, oder muss ich es wegwerfen? Wer kann mir helfen, eine Datensicherung zu erstellen? Vor solchen Fragen stehen viele Menschen regelmäßig.

In der Wissenschaftsstadt Aachen sollte das eigentlich kein Problem sein. Wo sonst wohnen so viele Personen mit technischem Studium oder Beruf und IT-Kenntnissen, die in solchen Fällen weiterhelfen könnten? Aber wie kommen die Techniker*innen mit denen zusammen, die Unterstützung benötigen? Das ist oft ein Problem der Vernetzung und der Kommunikation. Und manchmal mangelt es auch an passenden Räumen und am Geld.

„In Aachen haben wir so viel Expert*innenwissen im technisch-digitalen Bereich. Wenn wir wollen, dass alle von der Digitalisierung profitieren, müssen wir uns darum kümmern, diese Initiativen auszubauen und mit den Bürger*innen zusammen zu bringen. Für uns Grüne ist das eine Frage der Fairness und der Nachhaltigkeit“, erläutert Maria Meyer ihre Motivation für das Thema. Als Sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Wissenschaft und Digitalisierung hat sie den vorliegenden Antrag gemeinsam mit Valentin Bruch, dem digitalpolitischen Sprecher der Fraktion, maßgeblich vorangebracht.

Bisher war es jedoch für solche Initiativen schwierig, städtische Unterstützung und die nötige Sichtbarkeit zu bekommen. Anders als z.B. Sportvereine waren die – oft lose organisierten – Gruppen nicht in das kommunale System der Ehrenamtsförderung eingebunden. Es fehlen zentrale Informationsmöglichkeiten für Bürger*innen, passende Räume und finanzielle Unterstützung. Gesellschaftliche Wertschätzung und verlässliche Rahmenbedingungen können aber helfen, aus einer guten Idee ein langfristiges Angebot zu machen.

Mit der Engagementstrategie, an der die Stadtverwaltung aktuell arbeitet, soll das nun anders werden. Ein Ziel dieser Strategie wird es sein, die Förderung von Engagement in Aachen an die gesellschaftlichen Realitäten anzupassen, sie für freie Initiativen zu öffnen und deutlich niedrigschwelliger zu machen.

„Wir wollen den Schwung dieser Entwicklung nutzen, und mit unserem Antrag dafür sorgen, dass die engagierten Aachener*innen aus Technik und Digitalisierung von Anfang an in den Prozess eingebunden werden“, betont Valentin Bruch den strategischen Zeitpunkt für den Ratsantrag. „So können wir eine große Stärke Aachens nutzen und innovative Initiativen besser in die Stadtgesellschaft integrieren.“

Den Ratsantrag könnt ihr hier lesen

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