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30.03.2022

Fernwärme als wichtiger Baustein einer klimaneutralen Wärmeversorgung

2045 muss Deutschland klimaneutral sein. Aachen will das schon bis 2030 schaffen.
Um diese wichtigen Ziele zu erreichen, muss in allen Sektoren sehr schnell viel passieren.

An einigen Stellen gibt es dazu schon eine breite Debatte und auch viel Bewegung. Zum Beispiel im Verkehr, wo in Aachen bereits viel umgebaut wird: Der Radentscheid wird Schritt für Schritt vorangebracht, der Ausbau des Busverkehrs und die Umrüstung der Flotte auf klimaneutrale Antriebe sind in vollem Gange.

Ein noch dringlicheres Thema sind in Aachen aber die Wärmeemissionen.
Die CO2-Emissionen von Heizungen und Industrieanlagen machen aktuell 42% der gesamten lokalen CO2-Emissionen. Hier muss also unbedingt gehandelt werden.

Der erste Schritt ist bereits getan, indem Förderprogramme für Solaranlagen und Gebäudesanierung von der Stadt Aachen aufgelegt wurden, die von den Bürger*innen sehr gut angenommen werden. Das Sanierungsprogramm umfasst u.a. eine Förderung für den Umbau von fossilen Heizungen auf Wärmepumpen, welche idealerweise mit Strom vom eigenen Dach betrieben werden können.

Während der Umstieg auf Wärmepumpen vor allem für Einfamilienhäuser attraktiv ist, müssen in der Innenstadt auch Lösungen für die große Masse der Miets- und Mehrfamilienhäuser gefunden werden, die bislang mit Öl und Gas beheizt werden.

Da solche Heizungen eine Lebensdauer von über 20 Jahren haben, ist im Koalitionsvertrag festgehalten, dass bereits ab 2025 nur noch Heizungen eingebaut werden dürfen, die zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Neue Gas- und Ölheizungen werden dann also nicht mehr erlaubt sein. Daher ist es wichtig, bereits jetzt die Bedingungen zu schaffen, um Mehrfamilienhäuser bald klimafreundlich zu heizen.

Da solche Heizungen eine Lebensdauer von über 20 Jahren haben, ist im Koalitionsvertrag festgehalten, dass bereits ab 2025 nur noch Heizungen eingebaut werden dürfen, die zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Neue Gas- und Ölheizungen werden dann also nicht mehr erlaubt sein. Daher ist es wichtig, bereits jetzt die Bedingungen zu schaffen, um Mehrfamilienhäuser bald klimafreundlich zu heizen.

Eine gute Alternative kann hier Fernwärme sein. Wenn diese klimaneutral erzeugt wird (was die STAWAG bis 2030 anstrebt), ist sie für viele – besonders innerstädtische – Viertel eine sehr nachhaltige Lösung.

Daher hat die Grüne Fraktion nun einen Ratsantrag gestellt, der die Verwaltung auffordert, die Fernwärme in Aachen zu fördern. Dazu sind mehrere Schritte nötig:

  • Information: In einigen Vierteln in Aachen liegen bereits Fernwärmerohre in den Straßen. Dort müssen die Eigentümer*innen informiert werden, dass sie bei einem Umstieg auf Fernwärme schnell und günstig angebunden werden können

  • Koordinierung: Für alle Straßenzüge, wo noch keine Infrastruktur für Fernwärme vorhanden ist, soll die Stadt eine Planung erstellen, um die notwendigen Baumaßnahmen mit anstehenden Sanierungsarbeiten zu koordinieren und Planungssicherheit für Regionetz und Stawag zu schaffen

  • Wärmeleitplanung: Übergeordnet soll die Stadt eine kommunale Wärmeleitplanung erstellen – denn die ideale Lösung für die Heizung der Zukunft unterscheidet sich von Quartier zu Quartier. Für welche Quartiere ist Fernwärme geeignet? Wo sind Wärmepumpen und Nahwärmenetze die beste Lösung? 

  • Finanzielle Förderung: Unter Umständen können durch einen Heizungsumbau hohe Kosten entstehen. Das kann insbesondere da passieren, wo Etagenheizungen eingebaut sind, und beim Umstieg auf Fernwärme sowohl der Umstieg auf eine Zentralheizung als auch Anschluss und Wärmetauscher finanziert werden müssen. Für diese Fälle sollen Fördermöglichkeiten erarbeitet werden

„Schon heute sollten keine neuen Öl- und Gasheizungen mehr eingebaut werden – aus Klimaschutzgründen und um schnell unabhängig von ausländischen Öl- und Gaslieferungen zu werden“, betont Julia Brinner, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. „Uns ist es dabei wichtig, die Eigentümer*innen beim Umstieg auf eine erneuerbare Heizung zu unterstützen. Dafür müssen wir langfristig genug planen und auch soziale Aspekte schon im Vorfeld berücksichtigen.
Wir möchten niemanden im Regen stehen lassen, wenn die Heizung kaputt geht und schnell eine neue, nachhaltige Alternative her muss. Mit diesem Antrag wollen wir einen weiteren Schritt zu einem klimaneutralen Aachen gehen.“

 

 

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