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10.10.2019

Lastenrad und Anhänger: GRÜNE fordern bessere Parkmöglichkeiten an Kitas

Immer mehr Eltern steigen für den „Kindertransport“ vom Auto (Elterntaxi) auf das umweltfreundliche Fahrrad um. Leider fehlen aber vor Kitas gerade innerstädtisch oft Stellplätze für Fahrrad-Gespanne und Lastenräder. GRÜNE möchten Abhilfe schaffen.

„Elterntaxi“ geht auch anders – nämlich umweltfreundlich, leise und Platz sparend. Man sieht sie immer häufiger auch in Aachen: Mütter und Väter, die ihre Kinder mit Lastenrädern oder Rädern mit Kinderanhängern in die Kindertagesstätte oder in den Kindergarten bringen. „Eine gute Sache“, findet Ratsherr Jonas Paul, selbst Vater von zwei kleinen Kindern. „So lernen die Kleinen von früh auf, dass Mobilität auch anders geht, als immer im Auto von Mama oder Papa von A über B nach C transportiert zu werden.“


Auf neue Bedarfe reagieren
Doch während an einigen Kitas sogar eigene KFZ-Stellplätze zur Verfügung stehen und an Grundschulen eigens „Elternhaltestellen“ für Kfz eingerichtet werden, bleibt für das Fahrrad leider oftmals wenig Raum. Lastenräder oder Anhängerkonstruktionen sind breiter und länger als übliche „Single“-Räder und finden daher nicht so einfach passende Abstellmöglichkeiten. Deshalb hat Jonas Paul einen Ratsantrag dazu formuliert:
„Es fehlen an Aachener Kitas oft vernünftige Abstellflächen für diese Art von Rädern, insbesondere im innerstädtischen Bereich. Werden die Räder dann notgedrungen zum Beispiel auf dem Gehweg abgestellt, kann es zu Konflikten mit Fußgänger*innen kommen. Das ist für beide Seiten unangenehm“, so Paul. Daher soll die Verwaltung nun prüfen, wo an städtischen Kindertagesstätten geeignete Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Fahrräder mit Kinderanhängern geschaffen werden können. Ist dies auf dem Kitagelände nicht möglich, so sollen hierfür Lösungen im öffentlichen Straßenraum geplant werden.


Alternativen zu Auto-Transport fördern
Zum Thema „Auto“-Elterntaxis merkt Jonas Paul abschließend an: „Das ist nicht nur ein großes Problem, sondern ein richtiges Paradoxon: Kinder werden mit dem Auto zur Schule oder in die Kita gebracht, weil der Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad für sie zu gefährlich ist – weil zu viele Autos unterwegs sind.“

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