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09.07.2019

Mountainbiker und andere Waldnutzer unter einen Hut bringen

Konflikte zwischen unterschiedlichen Waldnutzern und Mountainbikern waren in letzter Zeit wiederholt Thema in Aachen. Während der Geländefahrrad Aachen e.V. ein offizielles MTB-Trailnetz fordert, lehnt der NABU dies grundsätzlich ab.

Eine große Schwierigkeit stellt dabei die nicht klare Gesetzeslage des Landesforstgesetzes NRW dar; dieses erlaubt das Radfahren im Wald auf „festen Wegen". Was genau aber feste Wege sind, ist nicht klar definiert. Wir GRÜNE Aachen haben nun einen Ratsantrag gestellt, der die Verwaltung beauftragt, in einem ersten Schritt eine Positivliste zu erstellen, die Wege beinhaltet, welche den o.g. Vorgaben des Landesforstgesetzes entsprechen. Diese Liste soll Basis sein, um in weiteren Gesprächen mit den verschiedenen Interessensgruppen, Verwaltung und Politik mögliche weitere Trails zu diskutieren.

Darüber hinaus sollen besonders störungssensible und schutzwürdige Bereiche des Waldes benannt werden, die grundsätzlich für eine Freizeitnutzung nicht geeignet sind. Solche Bereiche, die z.B. als Rückzugsräume für gefährdete Tierarten dienen, sollten dann auch von anderen Waldnutzern (Joggern, Wanderern, etc.) gemieden werden.

Im Rahmen der Gespräche sollen auch die Nachbargemeinden Vaals, Plombiers, Kelmis, Raeren, Stolberg und Roetgen, sowie die StädteRegion eingebunden werden, um zu sondieren, ob dort ebenfalls Angebote für den MTB-Sport geschaffen werden können, die zu einer Entlastung des Öcher Bösch beitragen könnten.

Jonas Paul, GRÜNER Ratsherr und Vorsitzender des Sportausschusses zum Antrag der GRÜNEN: „Als GRÜNE Aachen haben wir einen Ratsantrag eingebracht, der einen ersten Aufschlag macht, um die verschiedenen Waldnutzer im Öcher Bösch zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen zu finden, die die Interessen von Erholungssuchenden, Sportlern und Umwelt berücksichtigen.
Das wird sicher eine schwierige Aufgabe und einige Zeit brauchen. Aber genau so sicher bin ich, dass es sich für alle lohnen wird.Wir sind uns bewusst, dass eine Lösung, die allen Interessen gerecht wird, nicht kurzfristig zu erreichen ist. Der Dialog aller Beteiligten scheint uns aber der richtige Weg, um zu einer bestmöglichen Lösung zu finden."

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