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14.11.2018

Sicherer Radverkehr durch „Protected Bike Lanes“

Sich im Radverkehr sicher zu fühlen und auf einer geeigneten Infrastruktur für Fahrräder unterwegs sein zu können: Will man viele Menschen zum Umstieg vom Privat-Pkw auf das Fahrrad bewegen, so muss man an dieser Stellschraube drehen. Und zwar spürbar und erlebbar. Nur dann, gemeinsam mit der Stärkung des ÖPNV, gibt es in Aachen mittelfristig eine Chance auf bessere Luft, mehr Platz, weniger Krach und eine insgesamt höhere Lebensqualität für die Menschen in dieser Stadt.

Mit ihrem Ratsantrag legen die Aachener GRÜNEN nun noch einmal den Fokus auf den Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr: Sie fordern, bestehende Radfahrstreifen an besonders gefährdeten Stellen (z.B. an großen Ampel- und Kreuzungsbereichen) abschnittsweise zu „Protected Bike Lanes" (durch bauliche Trennung geschützte Radfahrstreifen) auszubauen. Die Verwaltung wird gebeten, eine entsprechende Priorisierung zu erarbeiten. Die Idee der Protected Bike Lanes soll außerdem auch bei neuen Infrastruktur-Projekten immer von der Verwaltung mitgedacht und als Planungsinstrument in Betracht gezogen werden.

Die Einrichtung von Protected Bike Lanes ist eine von zahlreichen Maßnahmen, die den Radverkehr in Aachen an etlichen Stellen sicherer und attraktiver machen können. Eine Protected Bike Lane ist baulich klar von anderen Verkehrsspuren abgegrenzt, etwa mit Hilfe von Leitschwellen, Pollern o.ä., und damit effektiv gegen unzulässiges Befahren und Parken gesichert. Sehr punktuell, z.B. an der Kreuzung Normaluhr, sieht man in Aachen zarte Ansätze: etwa an der Einmündung der Zollernstraße, oder aber an der Dunantstraße, der Abzweigung zur Römerstraße Richtung Hauptbahnhof. Dass und wie Protected Bike Lanes funktionieren, sieht man an weltweiten Beispielen: Sie werden z.B. in Kopenhagen, in den Niederlanden und Nordamerika, aber auch in deutschen Städten wie Berlin erfolgreich umgesetzt.

Der Ratsantrag der GRÜNEN Fraktion „Sicherer Radverkehr durch Protected Bike Lanes" wird in die heutige Ratssitzung eingebracht und von dort wie üblich in den Mobilitätsausschuss zur weiteren Beratung verwiesen.

» Zum Ratsantrag als PDF

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