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13.02.2020

Trinkwasser soll in Aachen für alle verfügbar sein

Der Moeschbrunnen ist eigentlich ein Trinkwasserbrunnen. Wer hätte das gewusst?

GRÜNER Antrag zeigt endlich Wirkung: Verwaltung soll das Thema weiter verfolgen mit dem Ziel, mehr kostenlose Trinkwasserzugänge auf Aachener Stadtgebiet einzurichten.

Nach dem heißen Sommer 2018 beantragten die Aachener GRÜNEN, mehr kostenlose Trinkwasserspender einzurichten. Nun endlich lag der Antrag in vielen Bezirken und im Planungsausschuss zur Beratung vor. Meist mit dem positiven Ergebnis: Die Verwaltung möge das Thema weiter ausarbeiten und dann erneut zur Beratung vorlegen.

Verwaltung fängt zunächst kein Feuer für das Thema Wasser
Die Vorlage der Verwaltung dazu entpuppte sich zunächst als Enttäuschung: Obwohl das Thema Wasser einen hohen Stellenwert habe „im Hinblick auf Klimawandel und [den 2018 beschlossenen] Klimanotstand der Stadt Aachen” und ein „Baustein des gesamtstädtischen Konzepts zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels” ist, gibt es darin weder konkrete Vorschläge noch konkrete Maßnahmen.

Stadtverwaltung und Stawag seien sich auch nicht einig, wer denn nun die „Betreiberverantwortung” trägt.

Doch hier folgte die Politik in seltener Einigkeit dem Anliegen der GRÜNEN und beschloss, „den Antrag weiter zu verfolgen, Erfahrungen anderer Kommunen mit öffentlichen Trinkwasserspendern abzufragen und zu gegebener Zeit erneut in der Bezirksvertretung zu berichten.” (Beschluss aus der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte vom 5.2.2020).

Die Verwaltung soll auch weiter das Gespräch mit der Stawag suchen.

Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Wasser
„Der Klimawandel schreitet voran, kostenloses Trinkwasser wird von immer größerer Bedeutung. Gerade auch obdachlose Menschen müssen an heißen Tagen zuverlässig – und ohne Bittsteller*in sein zu müssen – an qualitativ gutes Wasser kommen”, kommentiert Helga Gaube, GRÜNE Fraktionsvorsitzende im Bezirk Aachen-Mitte.

„Wir freuen uns, dass unser Antrag das Thema endlich ‘wiedererweckt’.” 2014 hatte die LINKE Fraktion das Thema schon einmal ähnlich eingebracht, doch außer guten Absichtserklärungen passierte nichts. Hilfreich kann bei der weiteren Bearbeitung der Blick über den Tellerrand sein: Dortmund etwa betreibt seit langem in Kooperation zwischen Stadtbetrieb und Wasserversorger erfolgreich über 30 Trinkwasserbrunnen.

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