Suche
11.07.2019

Warteschlangen passé – dank digitaler Aachen Card

Lange Schlangen vor dem Kassenhäuschen am Hangeweiher gehören bei diesen sommerlichen Temperaturen zum Stadtbild. Die vielen Badewilligen nehmen es zwar murrend hin, aber nötig wäre es nicht: Eine digitale „AachenCard" könnte hier und in vielen anderen Bereichen des kommunalen Lebens für Vereinfachung und Beschleunigung sorgen. Ein GRÜNER Ratsantrag bringt die Idee auf den Weg.

„Wir möchten, dass die Verwaltung eine „Aachen Card" entwickelt, mit der alle Bürger*innen digital und einfach Vorgänge über nur ein Medium buchen können: sei es zur Ausleihe in der Stadtbibliothek, um Eintrittskarten fürs Schwimmbad zu kaufen oder vorzubestellen, Schul-Essen abzurechnen und vieles mehr", so Ratsherr Michael Rau, Ideengeber des GRÜNEN Antrags. „Aachen ist schließlich digitale Modellstadt: ‚Digital‘ bedeutet, dass das Alltagsleben einfacher für alle werden muss, und nicht immer noch komplizierter. ‚Digitales Aachen‘ muss also einen Mehrwert haben für alle Aachenerinnen und Aachener: Dafür sind die vielen Mio. EUR Fördermittel als Zuwendung gedacht und sollten genau dafür eingesetzt werden."

Alles aus einer Hand macht‘s einfacher

Alles aus einer Hand mit einer eCard – das ist praktisch, kundenfreundlich und spart Zeit. Die Nutzung von Multifunktionscards und Apps als Ausweis und als Möglichkeit des bargeldlosen Zahlens ist in etlichen Bereichen bereits Alltag. Die Stadt Aachen, die städtischen Unternehmen und weitere Dienstleister in der Stadt bieten eine Vielzahl von Angeboten an, bei denen der Einsatz einer solchen eCard oder App ebenfalls sinnvoll ist.

Unter größtmöglicher Beachtung des Datenschutzes sollen Chipcard + App entwickelt werden, die zum einen dazu dienen, städtische Dienstleistungen wie etwa das Angebot der Stadtbibliothek zu nutzen. Zum anderen könnte die eCard auch zur bargeldlosen Bezahlung, zum Beispiel in den städtischen Schwimmbädern, eingesetzt werden. Das fordern die GRÜNEN im jüngst eingereichten Ratsantrag „Digitale Modellstadt: Mit der „Aachen Card" ein digitales Angebot für alle schaffen!"

Flexibel erweiterbar

Die Funktionen sollen erweiterbar sein, so dass auch Angebote Dritter integriert werden können: Etwa das Mobility Broker Angebot der ASEAG, mit dem man in Aachen flexibel und nachhaltig unterwegs sein kann. Die Card bzw. App soll als Projekt im Rahmen der Digitalen Modellstadt entwickelt werden.

Die RWTH BlueCard ist ein erfolgreiches Beispiel für eine solche Anwendung. Bereits seit 2011 dient die Karte als Studierendenausweis, als Bezahlkarte in den Mensen und Cafeterien, als Bibliotheksausweis, zur Authentifizierung bei Klausuren, bei Einlasskontrollen zum Hochschulsport und bei hochschulinternen Wahlen.

» Zum Ratsantrag als PDF

Suche