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15.06.2022

Wichtige Fortschritte im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz

Julia Brinner, umweltpolitische Sprecherin

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz standen einige wichtige Meilensteine auf dem Programm:

Auf Antrag der GRÜNEN Fraktion hat die Verwaltung eine Vorlage zur gesamtstädtischen Wärmeplanung vorgelegt. Hier geht es darum, den CO2-Ausstoß im Bereich Heizen zu verringern. In Aachen ist das mit 42% noch vor dem Verkehrssektor der größte Verursacher von klimaschädlichen Emissionen. Um im Sinne des Integrierten Klimaschutzkonzepts bis 2030 klimaneutral zu sein, ist es daher sehr wichtig, für das Heizen auf Wärme von fossilfreien Energieträgern umzusteigen, und zu prüfen, ob im Nahbereich andere Wärmequellen wie Thermal- oder Solarwärme verfügbar und nutzbar sind.

In einem einzigartigen Prozess haben sich zu diesem Zweck die Stadt mit der STAWAG, RWTH, FH, Fraunhofer IEG und IHK zur „Wärmewende Aachen“ zusammengeschlossen, um Eckpfeiler für eine gesamtstädtische Strategie zu erarbeiten, und eine Aufbruchstimmung für das Thema in der ganzen Stadt zu entfachen.

Um eine konkrete Wärmeplanung für ganz Aachen von einem externen Büro durchführen zu lassen, hat der Ausschuss 300.000€ genehmigt, die noch im Rat bestätigt werden müssen.

Zu einem zweiten Grünen Antrag „Stadtbäume besser schützen und in ihrer Vitalität erhalten“ hat die Umweltverwaltung eine ausführliche Analyse des Straßenbaumbestands in Aachen vorgelegt. Das Ergebnis der Untersuchung: Viele Bäume sind stark in ihrer Vitalität eingeschränkt, was auf die starke Versiegelung und Verdichtung des Erdreichs im Wurzelbereichs zurück zu führen ist, weil PKW teils schon seit Jahren auf den Baumscheiben parken. Die Vorlage empfiehlt vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Bäume, beispielsweise kann der stark verdichtete Boden der Baumscheiben aufgelockert, bepflanzt und als Radabstellanlage genutzt werden. Die Vorlage wurde vom Umweltausschuss positiv zur Kenntnis genommen. Bis zu einer Umsetzung der Schutzmaßnahmen müssen noch der Mobilitäts- und Hauptausschuss, sowie die jeweiligen Bezirksvertretungen zustimmen.

 

Weitere wichtige TOPs waren die Vorstellung einer Grobskizze für die Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzepts, welche zum ersten Mal den Weg skizziert, wie Aachen bis 2030 klimaneutral werden kann.
Die Skizze soll bis 2023 noch detailliert ausgearbeitet werden, doch auch schon vorher sollen erste Maßnahmen umgesetzt werden, die über das aktuelle Klimaschutzkonzept hinaus gehen.

Darüber hinaus gab es einen Tagesordnungspunkt zur Reduzierung von Lichtverschmutzung (Antrag LINKE), bei dem der Umweltausschuss die Empfehlung formulierte, die Straßenbeleuchtung in Aachen zukünftig mit warmweißen LEDs statt wie bisher mit kaltweißen LEDs umzusetzen, um Insekten und menschlichen Schlaf zu schonen. Diese Maßnahme muss anschließend noch im Mobilitätsausschuss beschlossen werden.

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