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31.08.2020

Wohnen - wo jetzt noch Autos fahren

Bei einem Pressetermin am Europaplatz stellten die GRÜNEN ihre Idee des Wohnraums auf der Autobahn A544 vor. Die vielen Liegestühle am Europaplatz gaben, im Ensemble mit dem großen Brunnen, ein Gefühl von Wohlfühlen und Erholen, wenn nur die vielen PKWs und größeren Gefährte nicht gewesen wären.

Wenn es nach den Aachener GRÜNEN geht, soll die Autobahn an der Abfahrt Rothe Erde enden und das anschauliche, gemütliche Bild Realität werden. Die Asphaltfläche von der Abfahrt Rothe Erde bis zum Europaplatz würde dann Wohn- und Grünfläche. Die Idee, das letzte Stück der Autobahn zu kappen, ist bereits einige Jahrzehnte alt und die Grünen möchten dies nun endlich realisieren.

„So könnten wir Platz schaffen für eine Art neue Mitte mit großzügigen Grünflächen und Wohnbebauung und damit die erfolgreichen Stadtteilerneuerungsprojekte der vergangenen Jahre weiterentwickeln", erläutert Sibylle Keupen, GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin, die Pläne. Und Michael Rau bringt die Bewerbung zur Landesgartenschau mit als Argument: „Damit haben wir jetzt durchaus Chancen, den Zuschlag, etwa für die Ausrichtung im Jahr 2029, zu erhalten und so auf etliche Fördertöpfe zuzugreifen, um ein wirklich dickes Brett zu bohren."

Johannes Hucke, sachkundiger Bürger im Planungsausschuss für die GRÜNEN, hat die verkehrliche Veränderung im Blick: „Der Autoverkehr würde dann über die Ringe und über die Krefelder Straße wesentlich intelligenter auch Richtung City geleitet."

Im Wahlprogramm der GRÜNEN werden diese Überlegungen konkreter, wenn  auch visionär:
Von Maastricht lernen, heißt den Mut zu haben, Autobahnen zu verändern!
Unsere Nachbarn haben uns vorgemacht, wie man mit visionärer Verkehrsplanung neuen Lebensraum in der Stadt schaffen kann. Das wollen wir in Aachen angehen. Mit einer Bebauung der aufgegebenen Autobahntrasse und einer Ergänzung um den Europaplatz, könnte eine neue Stadtkante zum Grünraum Gut Kalkofen gebildet werden. Die angrenzenden Quartiere könnten völlig neu verknüpft werden.

Aachen Nord, eine "andere" LAGA (Landesgartenschau NRW)
Eine umgenutzte Autobahntrasse, eine renautrierte Wurmaue, der geschützte Landschaftsraum von Gut Kalkofen, die altindustriellen Gewerbestandorte und Bauten zwischen Jülicher Straße und Grünem Weg, die Gasballons, die Kleingartenanlagen, das LuFo mit seinem Park und der Kurpark an der Monheimsallee, alles gemeinsam könnte eine hervorragende Kulisse, Chance und Impuls für eine "andere" LAGA sein.

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