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07.04.2021

Busspur in Mittellage in den Stau-Bereichen der Monschauer Straße B258

Ratsantrag 14 / 2021

Die Fraktionen von GRÜNE, DIE Zukunft und DIE LINKE beantragen, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, dem AVV und der ASEAG eine Busspur in Mittellage auf der B258 Monschauer Straße zu planen und zu bauen. Diese soll durchgängig in den Bereichen der Monschauer Straße rund um den Autobahnanschluss und das Gewerbegebiet Pascalstraße realisiert werden. Die Busspur soll im Einrichtungsverkehr (jeweils in Lastrichtung) vom ÖPNV benutzt werden. Ergänzend werden geeignete Ein- und Ausfädelungen, Signalanlagen und Haltestellen eingerichtet. Dabei soll ein innovatives Steuerungskonzept geprüft werden:

  • Die Mittelspur sollte als flexible Multispur gestaltet werden; d.h. in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung wird die jeweilige Fahrtrichtung freigeschaltet und ist für alle Verkehrsteilnehmende nutzbar (ggf. LKW ausschließen), soweit sich kein Bus in der Anfahrt befindet.
  • Fahrzeuge des ÖPNV und Rettungsfahrzeuge erhalten rechtzeitig absoluten Vorrang bei Einfahrt in die Mittelspur; hierzu sind an den Knoten die Lichtsignalanlagen entsprechend zu gestalten (Freigabe auf Anforderung).


Begründung:

Seit vielen Jahren schon kommt der Ausbau der Monschauer Straße nicht voran. Das ÖPNV-Angebot der Nordeifel wurde in den letzten Jahren immer wieder ausgebaut. Es wird gut angenommen und soll in den nächsten Monaten weiter verbessert werden. Die Reisegeschwindigkeit und damit die Attraktivität des Angebots leidet jedoch an der im Berufsverkehr besonders hohen Verkehrsdichte im Zulauf auf Pascalstraße und Autobahnanschluss. Dies führt zu erheblichen Reisezeitverlusten insbesondere für Pendler*innen, Schüler*innen, aber auch für Tourist*innen und Gäste der Region.
Die Einrichtung einer bevorrechtigten Busspur in Mittellage kann die Reisezeiten deutlich verbessern, erhöht die Attraktivität des ÖPNV und verbessert die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem klimafreundlichen ÖPNV. Vor dem Hintergrund gestiegener CO2-Emissionen im Verkehrsbereich muss die Attraktivität des klimafreundlichen ÖPNV deutlich verbessert werden. Durch die Maßnahme ist eine deutliche Verbesserung zu erwarten. Eine Taktverdichtung der Schnellbusline SB63 verbunden mit einer Beschleunigung durch Vorbeifahren am Stau bietet hier die einzigartige Chance, die Marktanteile des Modal-Split im ländlichen Raum erheblich zu steigern. Durch eine intelligente Signalsteuerung kann die Busspur von anderen Fahrzeugen mitgenutzt werden, solange kein Bus in der Busspur unterwegs ist, sodass dadurch auch der Verkehrsfluss insgesamt verbessert werden kann.


Kaj Neumann                                                                               Leo Deumens
Fraktionssprecher GRÜNE                                                            Fraktionssprecher DIE LINKE   

Christoph Allemand                                                                         
Fraktionssprecher DIE Zukunft                                                       

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