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11.02.2020

Konzeptentwicklung Quartiersparken in Aachen

GRÜNER Ratsantrag 05/2020

Die Fraktion der Grünen beantragt im Rat folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat der Stadt Aachen beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für Quartiersparken in Aachen zu erarbeiten. In einem ersten Schritt sollen in Kooperation mit der Aachener Parkhaus GmbH (APAG) flexible und attraktive Möglichkeiten des Bewohner*innenparkens in Parkhäusern sowie auf privaten Parkplätzen zu Nachtzeiten geprüft werden. Den Anwohnenden sollen dort Alternativen zum Parken im Straßenraum vorgeschlagen werden.

Bei Neubauprojekten soll die Verwaltung in Verhandlungen darauf drängen, dass höhere Kontingente für zusätzliche Parkflächen für Anwohnende geschaffen werden.

Begründung
Für eine nachhaltige und lebenswerte Stadt müssen wir die Mobilitätswende konsequent in Aachen vorantreiben. Dazu ist es notwendig, öffentliche Flächen neu zu verteilen und anders als bisher zu nutzen.
Die Stärkung der umweltfreundlichen Verkehrsarten wie öffentlicher Nahverkehr, Fuß- und Radverkehr ist eine der dringlichsten städtischen Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte. Auch der Ausbau von Grünanlagen und qualitätsvollen Aufenthaltsflächen steht auf der Prioritätenliste ganz oben.

Um öffentliche Flächen zurückzugewinnen müssen Kfz-Parkverkehre, wo immer möglich, vom Straßenraum in bestehende Parkhäuser verlagert werden. Das betrifft auch das Parken von Anwohnenden in den Quartieren. Viele Menschen brauchen noch Parkraum, z.B. weil sie aus der Stadt zur Arbeit pendeln und die Alternativen zum Auto dafür derzeit noch nicht gut ausgebaut sind.

In vielen Parkhäusern stehen in den Nachtstunden ungenutzte Kapazitäten für Autos zur Verfügung. Dort, wo keine Parkhäuser vorhanden sind, finden sich oft große private Parkplätze etwa von Unternehmen.

Ein attraktives Bewohner*innenparken zu Rand- und Nachtzeiten in Parkhäusern oder auf privaten Parkplätzen kann dazu beitragen, den Parksuchverkehr zu verringern und das Straßenrandparken sukzessive zurückzufahren. So kann der öffentliche Raum einer Nutzung zugeführt werden, von der alle Menschen in dieser Stadt profitieren.

Melanie Seufert                   Henning Nießen
Fraktionssprecherin             sachkundiger Bürger

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