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29.03.2018

Neues Wohnen in Eilendorf „Auf Trimpersfeld“

Grüner Ratsantrag 10 / 2018

Die Fraktion der GRÜNEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat beauftragt die Verwaltung, einen Angebotsbebauungsplan für den Block Marienstraße, Kirchfeldstraße, Von-Coels-Straße, Steinstraße aufzustellen. Innerhalb des Angebotsbebauungsplans soll im Innenblockbereich für die Grundstücke des ehemaligen Marmorwerks Ortmanns und des städtischen Bauhofs Eilendorf die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Erschließungsplans „Auf Trimpersfeld“ erfolgen. Im Verfahren ist eine frühzeitige Bürgermitwirkung für eine Innenblockbebauung vorzusehen, um die Interessen und Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner anhören und berücksichtigen zu können.

Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig für die Verlagerung des städtischen Bauhofs aus dem oben genannten Baublock einen geeigneten Ersatzstandort in Eilendorf vorzuschlagen und den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.

Begründung:

Die Flächen und Gebäude des ehemaligen Marmorwerks, gelegen inmitten eines sehr großen, „Eilendorf typischen“ Baublocks, liegen seit längerer Zeit brach. Daran anschließend erstreckt sich im Norden eine großzügige Bau- und Lagerfläche des Stadtbetriebes für Eilendorf.

Das weitläufige, meist versiegelte Innengelände des Baublocks eignet sich sehr für eine neue Wohnbebauung, unter anderem auch durch die schon vorhandene Innenblockerschließung „Auf Trimpersfeld“.

Die Aufstellung eines Angebotsbebauungsplans für den gesamten Block soll eine nachhaltige und städtebaulich langfristige Gesamtentwicklung des Blocks unter Einbeziehung und Vernetzung des Blockrands mit den Flächen des ehemaligen Marmorwerks und des städtischen Bauhofs aufzeigen und vorantreiben. Neues Planungsrecht ordnet, steuert und ermöglicht hier eventuell auch Angebote für Bauflächen auf heute privaten Flächen der Blockrandgrundstücke.

Bei einer städtebaulichen Einbindung und Erschließung in und mit dem Gesamtblock ist vorstellbar, dass vorab, eingebettet in ein Gesamtbebauungsplanverfahren, die Flächen des ehemaligen Natursteinwerks und des städtischen Bauhofs in einem gemeinsamen oder getrennten VEP-Verfahren zu Wohnbauland entwickelt werden. Hier ist eine Mischung im Verhältnis 50:50 aus preisgünstigen zweigeschossigen Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau als sozialer Mietwohnungsbau  wünschenswert und anzustreben.

Obwohl die Innenblöcke in Eilendorf im Allgemeinen von Bebauung freigehalten werden sollen, ermöglicht die Größe der vorhandenen zukünftigen Bauflächen in diesem Innenblock ein modernes, nachhaltiges Wohnquartier für Eilendorf, gerade auch für junge Familien mit Kindern, eingebettet in eine  „Bestands“- Blockbebauung. Dabei sollte der breite Grünsaum und Baumbestand entlang des alten, heute verrohrten Kleebachs im Bebauungsplan entsprechend gesichert  werden.

Zudem bietet sich die Chance für eine dezentrale Energieversorgung der zukünftigen Wohnbauten – oder auch der Bestandswohnbauten am Blockrand – mittels eines Nahwärmenetzes mit einer Energiezentrale im Innenblock. Auch soll die solare Ausrichtung der Dachflächen der Wohnungsneubauten beim städtebaulichen Entwurf vorrangig berücksichtigt werden.

Die erforderlichen Stellplätze sollen nicht auf den Flächen der privaten Grundstücke realisiert, sondern zentral gelegen jeweils in der Nähe der Ein- oder Ausfahrten des Innenblocks angeordnet werden. Dies ermöglicht die Realisierung eines weitgehend autofreien Stadtquartiers, was auch einem geänderten Mobilitätsverhalten entgegenkommt.

Mit freundlichen Grüßen

Melanie Seufert                                       Michael Rau
Fraktionssprecherin                                   planungspolitischer Sprecher

Für die Fraktion in der Bezirksvertretung Eilendorf
Doris Plum                                               Markus Plum

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