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11.02.2022

Grüne und CDU wollen die Situation von Wohnungslosen in Aachen verbessern

Franca Braun, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion

Mit zwei Anträgen haben die Fraktionen in den diesjährigen Haushaltsberatungen einen Schwerpunkt für den Bereich Wohnungslosigkeit gesetzt. Neue Lösungen sollen Menschen in schwierigen Lebenslagen ein würdevolles Leben ermöglichen.

Modernisierung der Einrichtungen für wohnungslose und geflüchtete Menschen

In Aachen sind aktuell 377 Menschen von unfreiwilliger Wohnungslosigkeit betroffen. Um diesen Menschen eine Unterkunft zu ermöglichen stehen der Stadt acht Wohnhäuser zur Verfügung. "Deren bauliche Situation ist verbesserungswürdig", meinen Franca Braun, sozialpolitische Sprecherin der Grünen und Hilde Scheidt, stellv. Bürgermeisterin in Aachen.

„Menschen die in schwierigen Situationen sind müssen anständig untergebracht werden“, fordert Franca Braun, „Uns als Stadt ist es wert, hier Geld zu investieren.“
Wie ist die Situation in den Unterkünften? Wo mangelt es am meisten? Wo gibt es einen Sanierungsstau? Diese und weitere Fragen soll ein Gutachten klären, dass Grüne und CDU in Auftrag gegeben haben. 2023 soll dann mit den erforderlichen Baumaßnahmen begonnen werden. Kurzfristig soll der Zugang zum Internet in den Einrichtungen verbessert werden.
 

Housing First

Obdachlosigkeit ist sichtbar in der Stadt. Rund 50 Menschen leben in Aachen dauerfahrt auf der Straße. Eine Arbeitsstelle, Suchtfreiheit – Die Hürden für eine eigene Wohnung sind hoch. „Das Leben auf der Straße ist keine Alternative zu einer Wohnung. Das Bereitstellen von Wohnraum ist ein Grundrecht“, fordert Franca Braun. „Deshalb wollen wir das Pilotprojekt „Housing First“ in Aachen starten. In NRW haben bereits verschiedene Städte den Housing First Ansatz erprobt – mit Erfolg.

Erst die Wohnung, dann alles andere – unter diesem Motto sollen nun obdachlosen Menschen darin unterstützt werden, ihren Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. „Housing First stellt eine Alternative zum herkömmlichen System von Notunterkünften dar, bei dem Menschen zuerst ihre „Wohnfähigkeit“ unter Beweis stellen müssen.

Hilde Scheidt: „In Aachen können wir mit einer kleinen Gruppe anfangen. Mit Menschen die auch bereit sind den Schritt weg von der Straße zu gehen. Wir wollen auch ein Signal an Vermieter setzen, die bereit sind Menschen die auf der Straße leben eine Perspektive zu geben.“ Wichtig sei auch dezentrale Unterbringung in Stadtteilen außerhalb der Innenstadt.
Und Holger Brantin, sozialpolitischer Sprecher der CDU ergänzt: „Ich bin froh dass wir das gemeinsam auf den Weg bringen können.“ 

Das Konzept soll bis Ende des Jahres mit der Wohnungslosenhilfe erarbeitet und im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Housing First Ansatz findet Ihr HIER

Artikel der Aachener Nachrichten findet Ihr HIER


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